Stolberg - „Tolli Holli“ lacht sogar Sonnenschein in Stolberg

„Tolli Holli“ lacht sogar Sonnenschein in Stolberg

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Nichts mit dem angekündigten Orkan „Ruzica“ am Hut hat die Gruppe von Klaudia Bergs-Bedra. Sie hat das Stolberger Liederblatt Nr. 4 zum Thema und singt lauthals „Es dat nett ene Paraplü? Jo dat es ene Paraplü....“. Regenschirme brauchte man jedenfalls in Stolberg nicht beim Rosenmontagszug. Foto: J. Lange
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Den Himmel verfinstert: Einen kräftigen blau-roten Konfetti-Regen spendieren die Teuflischen Jecken in ihrer 1 x 11. Jubiläumssession.
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Stippeföttche vor ihrem Wachlokal: Prinzengarde und Marie Eva Schulz präsentieren; Wirtin Uschi Breier dankt zünftig mit Els.
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Coppercity Cruises: Stolbergs Löwen laden bei ihrem 5. Auftritt an Rosenmontag zur Kreuzfahrt auf dem Bastinsweiher ein.
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Coppercity Cruises: Stolbergs Löwen laden bei ihrem 5. Auftritt an Rosenmontag zur Kreuzfahrt auf dem Bastinsweiher ein.
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Geschafft: Trotz aller Orkanwarnungen erlebt Prinz Holli I. (Schulz) einen sonnigen und eher windstillen Rosenmontagszug.
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Von Stolberg bis Tirol zum Wohl: Echte Jecke sind natürlich klare Ketsch-Freunde, wie diese gut gelaunte Truppe.
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Sturmsicher: Die Pfadfinder waren als mobile Achterbahn unterwegs.
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Die KG Enne Alleen mit ihrem einzigen Mitglied Heinz Hartmann.
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Die hübschesten Piraten lauerten im Steinweg auf Narren.
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Ävver koche kann er joot: Bareschesser Wolfgang Rommel.
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So teuflisch schöne Mädels gibt es nur bei der Mölle.

Stolberg. Orkan? Von wegen! Orkanartig war eher die Freude und die Stimmung in der Innenstadt. Denn die Tallage erweist sich als Glücksgriff für Karnevalisten. Fast windstill kann der Triumphzug durch die Gassen im Tal der Vicht ziehen.

Und die Sonne lacht immer wieder um die Wette mit „Tolli Holli“: Bestens gelaunt und freudestrahlend winkt Prinz Holli I. (Schulz) mit der Stadtfahne in der Hand, als er das Rathaus passiert, wo Bürgermeister Tim Grüttemeier, die karnevalistische Frauenbeauftragte Karina Wahlen, Komitee-Vize Michael Bartz und Ehrenpräsident Hans-Josef Wellmann den Zug von der Treppe aus moderieren.

Doch der Tag begann auch für Stolbergs Stadtoberhaupt mit vorsichtiger Sorge. Kurz vor 11 Uhr hatte der Krisenstab beschlossen, dass alle vier Rosenmontagszüge im Stadtgebiet ziehen können, wenn Vorsichtsmaßnahmen wegen des heraufziehenden Orkantiefs „Ruzica“ eingehalten werden. Da griffen einige KGs noch zu Sägen und Bändern, um alles sturmfest zu machen.

Pech hatten die Werther Maijungen, die Priesterländer und ein Gressenicher Wagen; sie waren in der Kürze der Zeit nicht orkantauglich zu bekommen. Weniger dem Orkan als einer anderen Vorsicht zu schulden war eine sichtbar vergrößerte Polizeipräsenz. Aber die Beamten mussten ebenso wenig während des Umzuges eingreifen, wie die Feuerwehr keine besonderen Vorkommnisse vermeldete.

Warum auch? Es waren zwar etwas weniger Narren an die Ränder der Straßen geeilt als gewohnt, aber die präsentierten sich bester Laune, feierten stimmungsvoll und friedlich einen fantastischen Rosenmontagszug, der gegen 17 Uhr am Willy-Brandt-Platz noch vor dem Regen endete.

In 23 Blöcken zogen die Gesellschaften des Komitees und wie gewohnt die vielen zahlreichen und einfallsreiches privaten Gruppen von der Mühle zur Altstadt. Und einige lokale Themen gab‘s zu entdecken. Die Stolberger Löwen laden ein zu den „Coppercity Cruises“ sobald der Bastinsweiher umgebaut ist. Und Anlegestellen für die Panoramafahrten gibt‘s die ganze Vicht entlang von Zweifall bis zur Velau. Alaaf!

International ist Stolbergs Zug traditionell. Der norwegische 1. Karnevalsverein Frederikstad marschierte ebenso mit wie die französischen Freunde aus der Partnerstadt Faches Thumesnil, die mit einer wunderschönen Majoretten-Gruppe ein echter Hingucker war. Farblich setzten die Teuflischen Jecken mit ihrer Konfetti-Kanonade klare Akzente in ihrem 1 x 11. Jahr, ein Jubiläum auf das auch die Kupferstädter Kameraden blicken.

Gleich 8 x 11 Jahre ist die KG Büsbach aktiv. Ihre Prinzentwins Yannick und Marvin (Költer) schmissen händeweise Kamelle und Papiertaschentücher. Dem stand Emilie I. (Mehl) von der Ersten Großen nichts nach. Unter den fünf Spielmannskapellen marschierte mit den Donnerberger Trompetenbläsern ein Gold-Jubilar im Zug mit. Sogar an die Bundeskanzlerin wurde gedacht. „Können wir das Schaffen?“ fragte das Stolberger THW und gab eine klare Ansage: „Wir schaffen das.“

Keineswegs geschafft war jedenfalls „Tolli Holli“ nach seinem Triumphzug. Strahlend lachte er am Ende den Untertanen. Er hat das Ereignis genossen. Ebenso Silberprinz Lothar I. (Janiec), der mit auf den Wagen durfte. In seiner Regentschaft war der Umzug wegen des Golfkriegs ausgefallen.

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