Stolberg - Tolle Leistungen, widrige Bedingungen

Tolle Leistungen, widrige Bedingungen

Von: Jan Schlegelmilch
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Und zur Belohnung geht´s auf - oder neben - das Podest. Der LG-Vorsitzende Peter Jandeleit (r.) ehrte die jungen Leichtathleten bei der Stadtmeisterschaft. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Eines machten die jüngsten Leichtathletik-Stadtmeisterschaften der Schüler ganz deutlich: In Stolberg gibt es viele junge Leichtathleten, die es sich zu fördern lohnt. Allerdings wurde gleichzeitig auch einmal mehr offensichtlich: Die Rahmenbedingungen dafür sind in Stolberg alles andere als gut.

„Wir haben hier im Stadion eigentlich ganz gute Möglichkeiten”, blickt Tobias Rüttgers, Trainer der LG Stolberg, auf die Leichtathletik-Anlagen im Stadion Glashütter Weiher. „Aber man hat den Eindruck, das hier alles immer mehr verkommt. Ich komme schon seit 26 Jahren her, und es wird immer schlimmer”, schildert Rüttgers seine Eindrücke.

Die bröckelnde Tribüne zählt da noch zu den kleineren Übeln; die alte Aschenlaufbahn, verrostete Hürden oder die defekte Hochsprunganlage lassen indes schon größere Sorgenfalten auf der Stirn entstehen. Unter solchen Voraussetzungen sei es besonders schwer, Kinder für den Sport zu begeistern und zu motivieren, meint der Trainer. „Die Attraktivität hier im Stadion ist natürlich stark begrenzt, da ist es schwierig die Kinder bei der Stange zu halten. Dabei haben wir bei den jüngeren Athleten einige nachrückende Talente”, nennt Rüttgers das Dilemma.

Zu den über 50 Teilnehmern der Meisterschaften zählten auch zwei der besten Stolberger Nachwuchs-Athleten, die für die LG Stolberg schon auf Kreis- und Landesebene auf sich aufmerksam gemacht haben: Jennifer Laschet und Paul Schön. Laschet, Zweitplatzierte bei den Landesmeisterschaften im Siebenkampf, muss für ihr Hochsprung-Training aber immer nach Köln fahren, da die erforderlichen Möglichkeiten in Stolberg nicht gegeben sind. „Das sind unsere Hoffnungen für die Zukunft”, lobt Rüttgers seine Schützlinge. Schön holte bei den Landesmeisterschaften im Dreisprung den dritten Platz, Laschet hat sich durch ihre guten Leistungen für die Deutschen Meisterschaften Mitte August in Hannover qualifiziert. Bei den Stadtmeisterschaften starteten sie wie alle anderen Teilnehmer im Dreikampf mit den Disziplinen Sprint, Weitsprung und Ballwurf bzw. Kugelstoßen.

Viele junge Teilnehmer

Jennifer Laschet und Paul Schön zählten in den Altersklassen W14 und M 15 schon zu den ältesten Teilnehmern bei der Stadtmeisterschaft, besonders bei den jüngeren Athleten im Alter zwischen sieben und zehn Jahren ist der Zulauf traditionell groß.

Und die Jüngsten sind es auch, die bei der anschließenden Siegerehrung auf dem Podium mit stolzem Grinsen ihre Urkunde präsentieren - ganz gleich, welchen Platz sie belegt haben. „Da haben wir mittlerweile auch wieder sehr viele Kinder, der Unterbau ist wieder stärker geworden”, erzählt Tobias Rüttgers, der dabei die „engagierte und ambitionierte Arbeit” der Trainer Ruth Püttgen und Michael Josten nicht unerwähnt lassen möchte. Sowohl die LG Stolberg als auch der LAC Mausbach lassen nichts unversucht, um ihrem Nachwuchs den Spaß an der Leichtathletik zu vermitteln. In Hinblick auf die schlechten Rahmenbedingungen und den hohen Sanierungs- und Reparaturbedarf bringt es Tobias Rüttgers auf den Punkt: „Wir hoffen schwer darauf, dass auf Seiten der Stadt da bald etwas passieren wird.”
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