Tobias Röhm freut sich auf die Arbeit in der eigenen Stadt

Von: Michael Grobusch
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Bei einem Redaktionsbesuch vor dem offiziellen Dienstbeginn am nächsten Mittwoch steht Tobias Röhm Rede und Antwort. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg. Neuland betritt der Neue am 1. Oktober nicht. „Ich kenne Stolberg schon gut“, erklärt Tobias Röhm, der am Mittwoch seine Arbeit als Technischer Beigeordneter im Rathaus aufnimmt. Seit knapp zehn Jahren lebt der gebürtige Mainzer in Venwegen.

Über seine Frau Julia fand der 36-Jährige nach seinem Studium an der RWTH Aachen den Weg in die Kupferstadt und fühlt sich dort mittlerweile heimisch.

„Ich werde die Stadt natürlich jetzt mit anderen Augen betrachten“, weiß Röhm. Und die Stolberger werden sicherlich auch anders auf ihn schauen, schließlich gehört er hinter Bürgermeister Tim Grüttemeier und gemeinsam mit dem neuen Ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger zu den wichtigsten Führungskräften der Verwaltung.

Verantwortung zu übernehmen, das ist der Diplom-Bauingenieur (mit den Schwerpunkten Projektmanagement und Baubetrieb) gewöhnt. Seit dem Herbst 2006 war bei der Jülicher Bauunternehmung Hans Lamers als Projektleiter tätig und hat für diese zahlreiche Großprojekte realisiert – allen voran das türkische Konsulat in Düsseldorf.

Er selbst nennt sich in erster Linie einen Hochbauer, aber in Stolberg wird er natürlich dem gesamten technischen Bereich vorstehen. Darauf freut er sich: „Es ist schön, wenn das berufliche Engagement der eigenen Stadt und den eigenen Leuten zugute kommt.“ Das zeugt von einer hohen Identifikation mit der Wahlheimat und verspricht großen Tatendrang.

Seine ersten Prioritäten nach Dienstantritt? „Ich werde Gespräche mit den Amtsleitern führen und mit ihnen die Abläufe in der Verwaltung erläutern.“ Dass mit Andreas Pickhardt und Bernd Kistermann zwei bisherige Fachbereichsleiter ins zweite Glied rücken und in Zukunft „nur noch“ als Amtsleiter arbeiten werden, stellt dabei sicherlich eine besondere Herausforderung dar. Der neue Beigeordnete bleibt aber gelassen: „Wo Umstrukturierungen vorgenommen werden, gibt es auch immer Unzufriedenheit und Unwille. Ich habe aber den Eindruck, dass wir sehr gut zusammenarbeiten werden.“

Gerade zu Beginn wird Tobias Röhm auf Unterstützung angewiesen sein. „In die Themen Politik und Verwaltung muss ich mich zunächst einmal reinarbeiten“, gibt er offen zu. Das wird zweifellos seine Zeit brauchen. Was aber nicht heißt, dass ab dem kommenden Mittwoch zunächst mal nichts passieren wird. Vor allem bei der Stadtplanung und -entwicklung sieht Röhm großen Handlungsbedarf.

Den Kaiserplatz will er offener und freundlicher gestalten, den Bereich rund um den Bastinsweiher aufwerten und die Innenstadt wiederbeleben. „Ich kann noch keine konkreten Vorschläge machen“, betont der 36-Jährige. Die Rahmenbedingungen aber kennt er schon: „Wir werden sicherlich Investoren benötigen“, stellt er mit Blick auf die schwierige Haushaltslage der Stadt Stolberg fest. Andererseits biete ihm die große Koalition die Möglichkeit, „mit einer breiten Mehrheit arbeiten zu können“. Und das sei sehr viel wert.

Sicherlich auch beim Thema Sauberkeit. Röhm will die Abläufe ändern, den für die Reinigung und Pflege zuständigen Mitarbeitern des Technischen Betriebsamtes feste Bezirke zuweisen. Dabei soll auf die Eingangsbereiche des Stadtgebietes ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Denn: „Der erste Eindruck zählt. Das gilt auch, wenn man in eine Stadt hineinfährt.“

Tobias Röhm ist vom Stadtrat am 9. September wie auch Robert Voigtsberger für acht Jahre zum Beigeordneten gewählt worden. Allerdings greift bis Ende des Jahres zunächst eine dreimonatige Übergangszeit, in denen beide lediglich als Dezernenten angestellt sein werden. Der Grund liegt in Paragraf 71 der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung.

Er besagt, dass in einer Stadt von der Größe Stolbergs mindestens ein Beigeordneter die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes besitzen muss. Robert Voigtsberger will die entsprechende Prüfung im November ablegen. Erst danach werden die in der Gemeindeordnung formulierten Bedingungen erfüllt sein.

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