Tim Grüttemeier wirbt für die Vorteile des Neubaugebietes

Von: Ottmar Hansen
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Viel Platz bietet der Donnerberg für eine zusätzliche Wohnbebauung. Den damit verbundenen Sorgen von Anwohnern tritt der Bürgermeister jetzt in einem Brief entgegen. Foto: J. Lange

Stolberg. Tim Grüttemeier hat sich in einem Schreiben an die Gegner der geplanten Stadtrandsiedlung auf dem Donnerberg gewandt – in der Hoffnung, zumindest einen Teil der Bürgerbedenken ausräumen zu können. Der Bürgermeister versprach den Anwohnern des geplanten neuen Wohngebietes, dass es keine „Schnellschussaktion“ geben werde, wenn es um den Erhalt der heutigen Grünflächen auf dem vorgesehenen Bauareal gehe.

Grüttemeier verwies allerdings auch auf den demografischen Wandel in Deutschland. Die Bevölkerungszahl werde in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen. Dann werde es eine Konkurrenz unter den Kommunen geben, was die Einwohner angehe. Es werde Gewinner und Verlierer geben, und Stolberg wolle nicht auf der Verliererseite stehen.

Will heißen: Wer ein attraktives Baugebiet wie das der Stadtrandsiedlung auf dem Donnerberg anbieten kann, zudem in einer ideal gelegenen Stadt im Dreiländereck, kann durchaus damit rechnen, dass sich hier junge Familien ansiedeln und die Bevölkerungszahl eben nicht gravierend nach unten geht. Attraktiv sei es auch, wenn man barrierefreien Wohnraum für ältere Menschen anbieten könne. Die Nachfrage nach derartigen Wohnungen sei groß. Entsprechende Angebote seien rasch vergeben. Im ersten Bauabschnitt, der die beiden Fußballplätze umfasst, könnten seniorengerechte Wohnungen entstehen, mit einem Park und Freizeitmöglichkeiten vor der Haustüre.

Die Anwohner des Baugeländes bestehen allerdings darauf, dass der Umwelt- und Klimaschutz sowie die Artenvielfalt auf dem Areal erhalten bleiben. Hier verwies Grüttemeier in seinem Brief auf Untersuchungen, die im Vorfeld bereits stattgefunden hätten. Der Bürgermeister sagte allerdings weitere Analysen sowie eine Bürgerinformationen zu.

Die Jahreshauptversammlung der CDU auf dem Donnerberg hatten die Gegner der geplanten Stadtrandsiedlung genutzt, um noch einmal ihre Bedenken gegen das Großprojekt vorzubringen. Unter anderem ging es darum, dass durch das Neubaugebiet wesentlich mehr Verkehr auf den Straßen des Donnerbergs zu erwarten sei. Die Verkehrszählung, die ja bereits stattgefunden hat, sei ausgerechnet in den Sommerferien erfolgt, wenn sowieso viele Anwohner in Urlaub gewesen seien, so die Kritik der Siedlungsgegner.

„Wichtig war uns zu zeigen, dass wir nicht locker lassen“, sagte im Anschluss Detlef Terporten wohl im Sinne aller Kritiker des Projektes, die zur Bürgeranhörung im Rahmen der CDU-Versammlung gekommen waren. „Ich würde mich freuen, wenn wir Sie trotz Ihrer Bedenken als Unterstützer für das Projekt gewinnen könnten“, formulierte der Bürgermeister in seinem Schreiben an Terporten, das sich wohl an alle Bürger auf dem Donnerberg richtet.

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