Tierschutzverein feiert 20 Jahre Schutz für alte und kranke Tiere

Von: Merve Polat
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Esel, Ponys und Pferde: Auf dem Gnadenhof des Tierschutzvereins Kreis Aachen, der sein 20-jähriges Jubiläum feiert, finden momentan 18 größere Tiere ihr Zuhause. Foto: Merve Polat

Stolberg. Eine Gruppe nach der anderen passiert das Tor zu den Tieren auf dem Gnadenhof des Tierschutzvereins Kreis Aachen: „Wir haben heute so viel Andrang wie noch nie, so dass wir sogar mehr Führungen als geplant anbieten“, freut sich Michaela Metzen.

Viel Trubel herrscht an diesem Tag auf dem Gelände in der Spinnereistraße, wo sich zahlreiche Menschen eingefunden haben, um zusammen mit der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden sowie dem Team des Tierschutzvereins das zehnte Sommerfest und gleichzeitig das 20-jährige Bestehen des Gnadenhofs zu feiern.

Besonders die Führungen sind beliebt, an denen auch die neunjährige Annika teilnimmt und am Gatter einen grauen Esel streichelt: „Ich habe selbst ein Pflegepferd und komme oft mit meinem Papa zum Sommerfest“, erzählt die Neunjährige begeistert.

Viele bekannte Gesichter, aber auch einige fremde seien auf dem diesjährigen Sommerfest zu finden, sagt Metzen. Die positive Resonanz sei vor allem auf die Fernsehsendung „Tiere suchen ein Zuhause“ des Westdeutschen Rundfunks zurückzuführen: „Wir haben uns für das Format ‚Helden wie Ihr‘ beworben. Die Moderatorin der Tiersendung hat uns drei Tage bei unserer Arbeit auf dem Gnadenhof begleitet und im August wurde die Folge dann ausgestrahlt“, erzählt die Geschäftsführerin.

Beim Sommerfest schließlich seien aufgrund der Reportage sogar Besucher aus Krefeld angereist, um sich die Arbeit des Tierschutzvereins aus nächster Nähe anzusehen.

Neue Mitglieder und Paten

Neben den Führungen können sich alle Besucher mit Sandwiches, Salaten, thailändischen Spezialitäten sowie mit Kuchen, Kaffee und Kaltgetränken stärken. Am Glücksrad versuchen die meist kleinen Gäste des Sommerfests ihr Glück, um einen der zahlreichen Preise zu gewinnen. Ferner informieren Gaststände einer Tier-Osteopathin, des Kaninchenschutzes e.V., von „Hundelust“ aus Aachen und des Umweltamts der Städteregion die Gäste beispielsweise über Artenschutz und Wildtiere.

Auch der Tierschutzverein Kreis Aachen ist mit einem Infostand vertreten, an dem unter anderem Mitgliedschafts- und Patenanträge gestellt werden können: „Wir haben heute bereits circa zehn neue Mitglieder und Paten gewonnen“, freut sich Herbergsmutter Gitta Geis am späten Nachmittag. Mit ihrem Mann arbeitet sie seit der Geburtsstunde vor zwanzig Jahren auf dem Gnadenhof mit, auf dem heute 18 alte und kranke Tiere ihren Lebensabend verbringen.

Gut belegt

„Wir sind momentan gut belegt und nehmen keine weiteren Tiere mehr auf, denn wir möchten ja jedem Tier gerecht werden. Wir sind aber immer behilflich, indem wir die Menschen informieren und beraten und mit anderen Vereinen zusammenarbeiten“, erzählt Geis.

Über die Arbeit des Tierschutzvereins Kreis Aachen informieren möchte sich an diesem Tag auch Edeltraud Wachten: „Ich finde den Tierschutzverein super, da Tiere, die sich nicht mehr wehren können, besonderen Schutz brauchen“, sagt die Zweifallerin.

Auf das Sommerfest wurde sie in der Zeitung aufmerksam und wartet nun auf die nächste Führung über das Gelände des Gnadenhofs. Auch Heike Sonntag wartet auf die nächste Führung durch das Team des Tierschutzvereins und versucht am Tor einen Blick auf Schaf Claudius zu erhaschen. Den Schafsbock habe sie vor rund einem Jahr vor dem Schlachter gerettet und zum Gnadenhof gebracht: „Seitdem bin ich seine Patin und bringe ihm zum Beispiel ab und zu Futter“, erzählt Heike Sonntag.

„Wir sind wunschlos glücklich“, lautet das Fazit der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Metzen zum zehnten Sommerfest des Tierschutzvereins Kreis Aachen. Und das gilt vermutlich auch für die Esel, Schafe, Pferde, Ponys, Schweine und die Katze des Gnadenhofs.

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