Tierische Freundschaft auf dem Gnadenhof in Stolberg

Von: Heike Eisenmenger
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Ein unzertrennliches Zweigespann: Pferd Gitano (vorne) und sein Freund Nelson (hinten). Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Die Trauer über den Verlust seines Freundes Bobby hatte sich wie ein dunkler Schatten über die empfindsame Pferdeseele von Nelson gelegt. Gemeinsam mit dem Pony hatte der 18-jährige Nelson schlimme Zeiten durchlebt, bevor beide auf dem Gnadenhof in Stolberg ein liebevolles Zuhause fanden.

Auf dem Hof des Tierschutzvereins des Kreises Aachen blühten der „sanfte Riese” und sein kleiner Freund förmlich auf, sie galoppierten ausgelassen über die Lichtung, schliefen Seite an Seite im Stall und durchstöberten gemeinschaftlich die Jackentaschen ihrer Pfleger nach Leckerchen.

Nach drei glücklichen Jahren auf dem Gnadenhof starb das kleine Pony. „Bobby hatte eine Darmverschlingung, wir mussten ihn von seinem Leiden erlösen”, erklärt Nicole Kuhn, Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Der einst so lebensfrohe Nelson war seither wie ausgewechselt, er wirkte lustlos und traurig. „Wir haben alles versucht, um Nelson aufzumuntern, aber nichts funktionierte”, erzählt die 37-Jährige.

Die Wende kam mit Gitano, der monatelang ohne Auslauf und Zuwendung in einem Stall in der Eifel gestanden hatte. „Gitano war in einem schlechten Zustand, als er zu uns kam”, berichtet Kuhn, die sofort den Tierarzt alarmierte. Die erste Begegnung von Gitano und Nelson wird die Aachenerin nie vergessen: „Die Sache war zwischen den Beiden sofort klar - sie gehören zusammen”, beschreibt Nicole Kuhn jenen Moment. Ursprünglich war geplant, Gitano nur vorübergehend auf dem Gnadenhof aufzunehmen und ihn dann weiterzuvermitteln, weil ein weiteres Pferd das Budget des Vereins zu sehr strapaziert.

„Die beiden Tieren zu trennen, kommt aber mittlerweile nicht mehr in Frage, das können wir Nelson und Gitano nicht antun. Darum suchen wir jetzt einen Paten für Gitano, der uns bei den Tierarzt- und Futterkosten unterstützt.” Wer möchte, kann natürlich auch Pate eines der anderen Tiere, die auf dem Gnadenhof leben, werden.

Zurzeit ist das 55 000 Quadratmeter große, artgerecht gestaltete Gelände mit offener Stallhaltung das Zuhause von zwei Ponys, zwei Pferden, einem Esel, vier Schafen, zwei Hängebauchschweinen und einer Katze. Ansprechpartnerin ist die Vereinsvorsitzende Nicole Kuhn. Sie ist zu erreichen unter 0176/48262230, vorstand@tierschutz-kreis-aachen.de .
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