Thema Gesamtschule: „Eltern nicht mit Konsequenzen belasten”

Von: -jül-
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Stolberg. Zur „Polarisierung im Wahlkampf beitragen” in Stolberg wird die Schuldiskussion, kündigte Martin Peters (SPD) im Hauptausschuss an, als dieser letztlich doch einen Antrag der CDU zur weiteren Bearbeitung an die Verwaltung weitergereicht hat.

Die soll Fakten zu Voraussetzungen, Konsequenzen und Auswirkungen einer Einführung einer Gesamtschule liefern.

Polarisiert hat das Thema denn auch die Debatte. Die Sozialdemokraten warfen der Opposition „Orientierungslosigkeit und Doppelbödigkeit” vor: „Sie wollen im Wahlkampf so tun, als stünden sie einer Gesamtschule offen gegenüber, um sie anschließend mit Verweis auf die Landesregierung wieder zu beerdigen”, sagte Dieter Wolf. Die SPD zeigte sich überzeugt, es gäbe einen Elternwillen in Stolberg, eine Gesamtschule einzuführen.

Und dieser Elternwille müsse abgefragt werden, ohne mögliche Auswirkungen auf andere Schulen zu thematisieren, betonte Hildegard Nießen: „Anderenfalls werden die Leute ja manipuliert und wir wollen die Eltern nicht mit Konsequenzen belasten”. Über Kosten und Konsequenzen einer Entscheidung habe anschließend allein die Politik zu entscheiden.

Gänzlich konträr sah dies die CDU. „Die Eltern, deren Kinder das Goethe-Gymnasium und die Realschule auf der Liester besuchen, haben sehr wohl ein Recht darauf zu erfahren, was passiert, wenn eine Gesamtschule eingerichtet werden soll”, unterstrich Tim Grüttemeier. Die SPD wolle aber Kosten und Konsequenzen einer Gesamtschule verheimlichen. Dabei seien dies wichtige Informationen auch für die Politik, denn bis heute wisse keiner genau, welche Bedingungen zu erfüllen und welche Auswirkungen zu erwarten seien.

Die SPD hätte ja bereits in früheren Zeiten ihrer Mehrheit die Einführung einer Gesamtschule forcieren können, wenn sie so überzeugt von deren Notwendigkeit sei, attackierte CDU-Vorsitzender Grüttemeier. Aber für die Genossen sei diese Schulform erst wieder ein Thema geworden, seitdem mit dem kürzlich vorgelegten Schulentwicklungsplan die Pendler-Zahlen in benachbarte Städte bekannt geworden seien, hielt SPD-Vorsitzender Peters gegen.
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