Theater und „Ketsch“ von der Auszeit nicht betroffen

Von: dim
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Inhaber Rüdiger Fröschen, Restaurantleiterin Irene Langhoff (Mitte) und Servicekraft Jessica Kaußen wollen nach einer Pause im September das „Burghof“-Restaurant wieder öffnen. Foto: D. Müller

Stolberg. Einst war es das Gasthaus „Zur Krone“: Das heutige Restaurant „Burghof“ ist seit nunmehr 14 Jahren eine Größe in der Stolberger Gastronomielandschaft – eng verflochten mit dem Stolberger Ketschenburg Pils „Ketsch“ und dem Burghof-Theater.

Allerdings ist das Restaurant „Burghof“ derzeit geschlossen, aber Rüdiger Fröschen gibt in mehrfacher Hinsicht Entwarnung: „Das Theater bleibt bestehen, Stolberger Ketsch wird es weiterhin geben, und das Restaurant macht lediglich eine Pause“, sagt der Inhaber im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Restaurant habe kurzfristig den Betrieb „auf Eis legen“ müssen, da Koch Markus Kaußen nach einem Unfall einen Wirbelbruch davongetragen habe.

Ohnehin sei mittelfristig eine Auszeit geplant gewesen, da Restaurantleiterin Irene Langhoff aus gesundheitlichen Gründen eine Pause benötige, erklärt Fröschen. „Und Irene ist das Herz und die Seele des Hauses. Ohne sie den Betrieb aufrechtzuerhalten, wäre sinnlos.“ Nun solle die Belegschaft zunächst genesen und „ihre Akkus auffüllen“. „Im September werden wir das Restaurant dann wieder öffnen – mit einem leicht veränderten Konzept, um das bewährte Team ein wenig zu entlasten.“

Dann könnten auch bereits ausgegebene Gutscheine eingelöst werden, die ihre Gültigkeit behalten. „Und selbstverständlich können die Gutscheine auch sofort in bar ausgezahlt werden“, betont Fröschen. „Wer Gutscheine für unser Restaurant besitzt, kann einfach unter der Nummer 126705 anrufen und seine eigene Telefonnummer sowie das Stichwort „Gutschein“ auf den Anrufbeantworter sprechen. Dann erfolgt die Rückabwicklung.“

Das Pilsener Getränk Ketschenburg soll ab September auch wieder im Restaurant „Burghof“ fließen, „wobei es auch in der Zwischenzeit in mehreren Stolberger Gaststätten frisch vom Fass und in einigen Supermärkten in Flaschen erhältlich bleibt.“

Die kulinarische Langzeitpause des „Burghof“-Restaurants hat laut Fröschen keine kulturelle Auswirkung auf das benachbarte Theater: „Im Burghof-Theater wird es weiterhin Vorstellungen geben, bei denen den Zuschauern auch Getränke gereicht werden.“

Das bestätigt auch Schauspielerin Karin Graf, die Intendantin des Burghof-Theaters ist: „Ich war zwischenzeitlich leider auf einer ,Tournee‘ in mehreren Krankenhäusern, und mein ,Gastspiel‘ im Bethlehem Gesundheitszentrum ist so gut angekommen, dass es verlängert wurde“, beschreibt Graf mit einer gehörigen Prise schwarzen Humors.

Jetzt aber sei sie als Intendantin und als Regisseurin zurück, und „die Proben laufen auf Hochtouren“. Für Ende Mai sei die nächste Premiere anvisiert, mit der das Burghof-Theater ein „kulturelles Schwergewicht“ fortschreiben will.

Denn Johann Wolfgang von Goethes Weltliteratur „Faust“ kehrt als „Faust auf Raten“ zurück auf die Bühne. Schon die ersten beiden „Raten“ von „Faust“ waren sehr erfolgreich, da das Burghof-Theater den Meilenstein der Literatur- und Theatergeschichte niveauvoll, aber nicht als „schwere Kost“, sondern mit Unterhaltungsfaktor inszeniert hatte. „Und daran wird auch die dritte ,Faust-Rate‘ anknüpfen“, verspricht Karin Graf.

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