Stolberg - „The Spunyboys“ begeistern mit feinstem Rockabilly

„The Spunyboys“ begeistern mit feinstem Rockabilly

Von: Dirk Müller
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„Höhepunkt“ seiner zahlreichen Acts: Rémi spielt auf dem Tresen Bass. Foto: D. Müller

Stolberg. Besucher der Altstadt konnten sich am Wochenende auf eine Zeitreise begeben, und das nicht nur wegen der historischen Bauten in den pittoresken Gassen: „The Spunyboys“ gastierten in der Musikkneipe „Piano“ und erfreuten die Gäste mit feinstem Rockabilly in der Tradition der späten 50er und frühen 60er Jahre.

Auch wenn das französische Trio den Altersdurchschnitt von 25 Jahren aufweist, intonierten die Profimusiker zeitlose Oldies hoch überzeugend, begeisterten das Publikum mit musikalischem Können, großer Spielfreude und einer enormen Bühnenpräsenz.

Den ersten lautstarken Applaus ernteten „The Spunyboys“ bereits beim Soundcheck, als sie „Hello, Mary Lou“, das Ricky Nelson zu einem Welthit machte, anstimmten.

Das eigentliche Konzert aber starteten die „Teddyboys“ in authentischer Optik mit „Glad to be home“, dem ersten Titel ihres aktuellen Albums „Rockabilly Legacy“.

In auf das Wesentliche beschränkter Besetzung glänzten Rémi (Gesang und Kontrabass), Eddie an der Gitarre und Guillaume am Schlagzeug von Beginn an und verbreiteten pure gute Laune im „Piano“. Die Band bescherte dem Publikum in der gut besuchten Altstadtkneipe zudem ein Wiederhören vieler Rock‘n‘­Roll-Evergreens, die Musikgeschichte geschrieben haben.

In die Moderne transportiert

Carl Perkins‘ „Matchbox“, Eddie Cochrans „C‘mon Everybody“ oder Elvis Presleys „Follow that Dream“ wurden von dem Trio frisch in die Moderne transportiert. „Guillaume-Boy“ trieb an den Drums den unwiderstehlichen Rhythmus voran, während „Eddie-Boy“ immer wieder für seine ekstatischen Gitarrensoli bejubelt wurde. „Rémi-Boy“ indes brillierte stimmlich und am Kon­trabass, den er nicht nur voller Leidenschaft spielte, sondern auch für seine großartige Show nutzte: Der Sänger der „Spunyboys“ balancierte auf seinem Instrument, zupfte die Saiten am Boden liegend oder stemmte den Kontrabass durch die Reihen des Publikums.

Ein „Höhepunkt“ seiner zahlreichen Aktivitäten war, als Rémi den Tresen im „Piano“ erklomm und über den Köpfen der Gäste auf der Theke Bass spielte. Besonders bemerkenswert an dem Konzerterlebnis waren aber auch die Eigenkompositionen der Band. Das Album-Titelstück „Rockabilly Legacy“, „Trouble in Town“, „Bop for your Life“ und viele eigene Stücke mehr rissen das Publikum ebenso von den Stühlen wie die Genre-Klassiker „That‘ll be the Day“ (Buddy Holly), „Rockabilly Rebell“ von „Matchbox“ oder Frankie Laines „Rawhide“.

Der „Spunyboys“-Song „Dance to the Bottom“ war Programm im „Piano“, und die „Zugabe“-Rufe wollten auch nach der fünften „Extraportion Rockabilly“ nicht verklingen.

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