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Textilindustrie in Aachener Region: Blick auf eine Erfolgsgeschichte

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Die Textilgruppe Aachen 1902 beim Besuch des Kaisers. Die Textilindustrie hat in der Region eine lange Geschichte.

Stolberg. „Textilindustrie in der Aachener Region unter Berücksichtigung der Stolberger Textilindustrie“, so lautet der Titel des Vortrages am 23. März im Kupferhof Rosenthal auf Einladung des Heimat- und Geschichtsvereins Stolberg.

Tuche aus Aachen, und damit ist die ganze Region (Aachen, Eupen, Stolberg, Monschau) gemeint, dieses einst international bekannte Markenzeichen ist heute im Bewusstsein der Aachener Region weitgehend verblasst. Der Vortrag zeigt auf: Mit dem Aufstieg der Tuchkaufleute zu Verlegern und Manufakturbetreibern, insbesondere im 18. Jahrhundert, kam das lokale Tuchgewerbe zu einem bedeutsamen Aufschwung. Ob beim russischen Zar Alexander oder am päpstlichen Stuhl in Rom: Die Aachener Tuche wurden auf vielen Messen bzw. in vielen Handelshäusern Europas vertrieben.

Die im daran anschließenden 19. Jahrhundert sich rasch entwickelnde Tuchindustrie Aachens und der Region wurde Leitsektor der Industrialisierung und förderte die Entstehung anderer Branchen, wie Maschinenbau, chemische Industrie, Kratzenindustrie und Scheermesserindustrie.

Auch die beiden Weltkriege vermochten diese Erfolgsgeschichte nicht zu beenden. Davon zeugen die zahlreichen im Münsterbach-Tal angesiedelten Textilbetriebe, die in der Veröffentlichung „Im Schatten des Langen Hein“, Band 1, beschrieben sind. Doch der Erfolgsgeschichte folgte der Niedergang. Von rund 100 Betrieben in Aachen und der Region in der frühen Nachkriegszeit verblieb in den Jahren nach 2000 nur noch eine Tuchfabrik, doch auch sie musste die Produktion im Jahr 2013 einstellen.

Immerhin produziert noch ein Stolberger Unternehmen, die „Huek Rheinische“ in der ehemaligen Nepomucenusmühle im Münsterbachtal. In einem Nischenbereich des Gewerbes fertigt man ein Gewebe in fließgestützter Presstechnik, zudem ist die „Thelens-Mühle“ in Schevenhütte noch im Textilgewerbe tätig. Der Termin des Vortrages ist am Donnerstag, 23. März. Referent ist Jochen Buhren aus Aachen. Beginn ist um 20 Uhr. Interessenten werden gebeten in den Kupferhof Rosenthal, Rathausstraße 67, in Stolberg.

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