Tempodrosselung auf 50 km/h gegen Raser auf der L 11

Von: oha
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An der Kreuzung „Vier Wege“ suchte Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling (3.v.r.) mit Anwohnern nach Lösungen. Foto: O. Hansen

Stolberg. Wer an der Kreuzung „Vier Wege“ in Stolberg-Werth seinen Linienbus noch bekommen will, muss ausgeschlafen sein. Die Landesstraße 11 ist nur unter großer Gefahr zu überqueren. Das mussten am Montag auch Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, der SPD-Landtagsabgeordnete, Stefan Kämmerling, und zahlreiche Anwohner des Stolberger Ortsteil erfahren.

Während sie noch berieten, wie man die Kreuzung entschärfen kann, rasten die Autos nur so an ihnen vorbei. Erlauft ist an dieser Stelle, der Einmündung der Schillerstraße auf die L 11, Tempo 70. Doch an diese Geschwindigkeitsbegrenzung hielt sich auch Montag am Nachmittag praktisch kein Pkw-Fahrer. Die meisten Fahrer hatten mindestens 100 „Sachen“ drauf. Für Kinder oder Senioren, die hier die Straße überqueren müssen, lebensgefährlich. Selbst wenn sich ein Fahrer an die vorgeschriebenen 70 km/h halte: „Der legt 19,4 Meter pro Sekunde zurück“, rechnete der SPD-Ortsvereinsvorsitzende, Peter Jussen vor. „Man muss schon ganz schön fit sein, um da als Fußgänger noch rechtzeitig vor dem Auto über die Straße zu kommen.“ Straßenbeleuchtung gibt es hier auch nicht. Der letzte schwere Unfall mit Verletzten hat sich hier erst im Oktober ereignet.

Doch was kann man tun? Anwohner und Politiker waren sich einig: Ideal wäre an dieser Stelle ein Kreisverkehr. Dann würde der Verkehr auf der L 11 so weit herunter gebremst, dass die Werther gefahrlos auf die Landesstraße einbiegen könnten. Doch ein solches Projekt ist zeitaufwendig und teuer. Die Alternative wäre, die zulässige Geschwindigkeit auf der Strecke zwischen Gressenich und Hastenrath auf maximal 50 km/h zu drosseln. Anwohner aus Gressenich haben bereits einen entsprechenden Antrag gestellt.

Stefan Kämmerling sagte den Werthern zu, Kontakt mit der Städteregion und dem Landesbetrieb Straßenbau aufzunehmen. Beide Behörden sollen Vertreter raus schicken, die sich die Situation vor Ort einmal ansehen, um ebenfalls nach Lösungen zu suchen.

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