Tempo-Anzeigen sollen bald Kinder schützen

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Vergleichbare mobile Tempo-Anzeigen sollen vor Stolberger Kitas installiert werden. Foto: imago
Anzeigetafel
Wollen Autofahrern vor Kindesgärten in Stolberg ihr Tempo vor Augen führen: Hans-Josef Siebertz, Julia Mertens, Martha Schafer-Thyen, Robert Walz und Florian Zintzen (v.l.). Foto: I. Hamadache

Stolberg. Für mehr Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer soll demnächst eine mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel vor Kindertagesstätten sorgen. Die Elterninitative „Geschwindigkeitsanzeige vor Stolberger Kindergärten“ konnte durch die Unterstützung der Bürgerstiftung Stolberg diese zielgerichtete Maßnahme in die Wege leiten.

Die Tafel wird im Wechsel vor allen Stolberger Schulen installiert und soll die Autofahrer auf ihre gefahrene Geschwindigkeit aufmerksam machen. Die anstehenden 2500 Euro für Tafel und Versicherung sollen durch eine groß angelegte Spendenaktion finanziert werden. So werden durch Engagement von Andreas Kloubert, Vorsitzenden des Jugendamtselternbeirats, Informationsbriefe an sämtliche Eltern der Kinder auf den 33 beteiligten Kindertagesstätten verschickt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Rund 1600 Sponsorenschreiben werden nächste Woche verschickt. Der Erziehungseffekt soll die Fahrer dazu anhalten, in vorgeschriebenem Tempo zu fahren. Immer noch halten sich zu viele Fahrer nicht an die vorgebenen 30 kmH in solchen Gebieten. Durch den regelmäßigen Wechsel des Standortes der Tafel, soll der Abnutzungseffekt reduziert werden, vor allem vor Kindertagesstätten und Schulen muss auf den Straßen größeres Verantwortungsbewusstsein herrschen. „Wir waren sehr überrascht, wie schnell wir das Projekt in die Wege leiten konnten und wie großartig die Unterstüzung war.“, so Julia Mertens, zweite Geschäftsführerin des Montessori-Elternvereins.

Die Stadt Stolberg übernimmt auf Anfrage der Bürgerstiftung die Aufstellung und die Wartung der Tafel. Was zunächst als ein zu teures und aufwändiges Vorhaben abgetan wurde, wird nun durch Druck der Ehrenamtler Realität. Die Beteiligten der Montessori-Tagesstätte Martha Schafer-Thyen, Julia Mertens und Florian Zintzen stießen anfänglich auf Probleme einen Spendenfond zu errichten, da es sich nicht um einen eingetragenen Verein handele. Durch den Kontakt zur Bürgerstiftung entstand dann problemlos eine ausgezeichnete Kooperation mit der Stadt Stolberg, sowie der Presse, so dass alle Beteiligten von den Absichten erfahren konnten.

„Es ist erfreulich, unseren Bürgern ein Fundament zu bieten, um ihre Ideen zu realisieren. Wir bewegen uns in Richtung eines neuen Gefühls von verantwortungsvollem Gesellschaftsbewusstsein.“, freut sich Hans-Josef Siebertz, Vorsitzender der Bürgerstiftung Stolberg. „Die Stadt Stolberg ist froh, dass solche Anregungen der Bürger durchgesetzt werden, wir helfen sehr gerne, in dem uns möglichen Rahmen.“, ergänzt Robet M. Waltz, Vertreter der Stadt Stolberg und Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit.

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