Teilnehmer der Kunst-AG des Caritas Behindertenwerks zeigen Bilder

Von: Israa Hamadache
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Stolz auf das Geschaffte: Was in der Kunstwerkstatt entstanden ist, präsentieren die teilnehmenden Künstler noch bis Ende Oktober im Helene-Weber-Haus. Foto: I. Hamadache

Stolberg. „Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet.“ Diesen Gedanken des Malers Pablo Picasso haben sich die Teilnehmer der Kunstwerkstatt der Caritas Behindertenwerk GmbH und des Helene-Weber-Hauses als Orientierung für ihr Schaffen genommen. Das Ergebnis der Kurse wurde jetzt im Helene-Weber-Haus im Rahmen einer Feierstunde präsentiert.

Hannelore Klinkhammer-Bohl, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, begrüßte die Anwesenden als Vertretung für Leiterin und Geschäftsführerin Astrid Natus-Can. Die Kunst-AG ist eine arbeitsbegleitende Maßnahme der Caritas. Sie soll den Teilnehmern helfen, zur Ruhe zu kommen und sich frei zu entfalten. „In allen Menschen schlummern künstlerische Fähigkeiten, die zum Ausdruck von Emotionen werden können“, erklärte Klinkhammer-Bohl. Die Dozentinnen Anke Pauls und Andrea Odinius und ihre Schüler stellten sich und ihre Kunstwerke dem großen Publikum, bestehend aus Familie, Bekannten und Interessierten, vor. „Es ist wichtig, die persönlichen Begabungen und Interessen zu aktivieren“, erläuterte Anke Pauls. „Es fängt mit dem Sprung ins kalte Wasser des Versuchens an, worauf das Staunen und das Kennenlernen des eigenen Ichs folgt. Zuletzt kommt dann das Reflektieren der eigenen und fremden Werke.“

Die Teilnehmenden lernten auf diese Weise zu kommunizieren, die Bilder zeigen, wie sie die Umgebung in ihrer Einfachheit festgehalten haben. Man müsse den Werkzeugkasten des Einzelnen in der Form füllen, in der dieser mithalten kann, ergänzte Odinius.

Auch die Künstler kamen zu Wort und beschrieben ihre Inspirationen und den Ablauf des Malens. Es habe zwar viel Mühe gekostet, sei jedoch eine große Freude gewesen. Ob man sich mit anderen zusammengetan oder alleine ein Bild gemalt hatte: Man konnte den strahlenden Gesichtern ansehen, wie stolz die Künstler auf ihre Ergebnisse waren.

Das Prinzip war wie folgt: Die Mitglieder der AG suchten sich einen bekannten Maler und ein Bild aus, welches sie dann versuchten abzuzeichnen. Ihr Werk gestalteten sie mit verschieden Techniken und Farben. „Ich habe zuerst eine Skizze gemacht und diese dann ausgemalt. Das war zwar aufwendig, mit Andrea hat es aber Spaß gemacht“, lacht Angelina Kielholz. Manche der Teilnehmer haben monatelang an den Kunstwerken gearbeitet. Abgerundet wurde der Abend durch die musikalische Begleitung von Nora und Chiara Morsch, Tobias Borchert und Mario Dunkel.

Die Kunstwerkstatt wird schon seit über 20 Jahren angeboten. Die Teilnehmer haben an einem Termin in der Woche die Gelegenheit, unter anderem ihre Konzentrationsfähigkeit, Handmotorik und die emotionale Ausgeglichenheit zu trainieren. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Bilder hier ausstellen können, wo viele Menschen sie auch sehen können“, sagte Michael Doersch, Geschäftsführer der Caritas Behindertenwerk GmbH.

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