Technische Schule des Heeres verabschiedet Dieter Diekmann

Von: Thorsten Tränkner
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Neuer zweiter Mann: Oberst Günter Selbert (von links) wurde von Brigadegeneral Kurt Schiebold in sein neues Amt eingeführt. Oberst Dieter Diekmann ging in den Ruhestand. Foto: Kurt Bauer

Stolberg/Aachen. Knappe acht Jahre ist es her, als ein Minister beim Truppenbesuch in Mazedonien seine Überraschung über den schlammigen Untergrund im Einsatzgebiet der Bundeswehr äußerte. Die Reaktion des Kommandeurs Logistik: „Herr Minister, das ist noch überhaupt nichts, wenn es hier regnet, kann hier nicht einmal ein Fahrzeug fahren.”

Weggefährten wissen sofort, wem sie diese spontane Antwort zuschreiben können. Der Kommandeur hieß Dieter Diekmann und wurde zwei Jahre später stellvertretender Kommandeur der Technischen Schule des Heeres in Aachen, der größten ihrer Art in Deutschland.

Nun wurde der Oberst im würdigen Rahmen unter den Augen von 500 Soldaten und vielen Ehrengästen in den Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger wird Oberst Günter Selbert.

Schlusspunkt eines Soldatenlebens, das vor 41 Jahren unter weltpolitisch schwierigen Verhältnissen begann. Schon 1968 waren Truppen des Ostblocks in Prag eingerückt, und Diekmann stand an der deutsch-deutschen Grenze auf einem Leopard-Panzer - im Visier der NVA-Panzer auf der anderen Flussseite. Doch das Schlimmste trat nicht ein. Am Ende erfüllte sich das Lebensmotto des späteren Oberst: „Alles wird gut.”

Brigadegeneral Kurt Schiebold, Kommandeur des Standortes Aachen, fand für seinen Stellvertreter lobende Worte. „Sie waren ein Urgestein.” Der temperamentvolle Vorgesetzte „mit Leidenschaft und großer sozialer Ader” hielt mit seiner Meinung dabei selten hinterm Berg.

Ungerechtigkeiten konnten den herzlichen Menschen zum Schäumen bringen. Auf den Beruf blickt der Pensionär voller Dankbarkeit zurück und freut sich auf „Wiedergutmachung”, die er nun der Familie und Frau Gretel zuteil werden lässt.

„Ab jetzt bin ich nicht mehr Oberst Diekmann, sondern Opa Dieter”, sagt er und nimmt die Enkel Moritz und Vince auf den Arm.
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