Tarifkonflikt beendet: Erleichterung in der Kupferstadt

Von: kol
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Stolberg. Für die Stadt Stolberg könnte dieser Kompromiss teuer werden: Die Vertreter von kommunalen Arbeitgebern und Gewerkschaften haben am Montag ihren Tarifstreit beigelegt und sich auf eine Einigung verständigt.

Diese sieht neben besserem Gesundheitsschutz auch Einkommensverbesserungen für Erzieherinnen an Kindertagesstätten vor, die laut Berechnungen des Städte- und Gemeindebunds zwischen 500 und 700 Millionen Euro an Mehrkosten für die Kommunen bedeuten.

Ferdi Gatzweiler ist dennoch erst einmal erleichtert. „Die Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in den städtischen Kitas gut aufgehoben sind”, sagte der Bürgermeister am Montag gerade mit Blick auf die ausgeweitete U3-Betreuung in Stolberg. Zumal in wenigen Tagen das neue Kindergartenjahr beginnt. „Wenn weitere Streiks das torpediert hätten, wäre das ein Desaster geworden”, so Gatzweiler.

Die Zusatzkosten, die nun auf die klamme Kommune zurollen, müssen man abwarten, aber „was sein muss, muss sein”. Schon Anfang Mai hatte Gatzweiler gefordert, das Land müsse sich stärker in die Schaffung inhaltlicher und finanzieller Strukturen der Betreuung einbringen, das könne nicht alles auf die Kommunen abgewälzt werden.

Zurückhaltend reagierte am Montag erst einmal die Stolberger Verdi-Sprecherin Christa Haupts auf den Kompromiss, dessen Einzelheiten sie zunächst genauer studieren wollte. Erfreut zeigte sie sich dennoch, denn: „Gern gestreikt hat keiner”, so Haupts. „Ich kenne keine Kollegin, die nicht froh darüber ist, wenn der Konflikt ein Ende hat.”
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