Stolberg - „Tape One“: Musik, die beim Publikum ankommt

„Tape One“: Musik, die beim Publikum ankommt

Von: Dirk Müller
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Sie boten ein mitreißendes Konzert in der Stolberger Altstadt: Jürgen Schumacher (v.l.), Alfred Schiffer, Norbert Schoeller und Christoph Ortner von der Band „Tape One“. Foto: D. Müller

Stolberg. Eine eindrucksvolle musikalische Visitenkarte hat die Band „Tape One“ bei ihrem ersten Konzert in Stolberg hinterlassen. In der Musikkneipe „Piano“ begeisterte das Sextett die vielen Gäste mit opulenten Soundgefügen, komplexen Arrangements und hörenswerten Eigenkompositionen. Schon beim ersten Stück, Peter Greens „A big Change is gonna come“, demonstrierten die Musiker ihr hohes Können.

 „Tape One“ hatte zudem eine technische Ausrüstung aufgefahren, die für einen erstklassigen Klang in der Altstadt-Kneipe sorgte. Frontmann Norbert Schoeller überzeugte mit seinem leidenschaftlichen, authentischen Gesang und riss das Publikum immer wieder durch das ekstatische Spiel seiner Sologitarre mit.

Die anderen Bandmitglieder standen ihm allerdings in nichts nach, sondern setzten sich ebenfalls gelungen in Szene. Die starken eigenen Songs der Formation, die das Programm dominierten, erfreuten dabei die Zuhörer besonders: „Angel“ kam energiegeladen und flott daher, Elemente von Rock und Funk verschmolzen mit einer Prise psychedelischer Musik zu einer stimmigen Einheit, und Joachim Schnock an den Percussions glänzte an der Blues-Harp.

Trotz namentlicher Parallele präsentierte sich die zweite Eigenkomposition „Angelique“ völlig anders: Die Percussions und das von Jürgen Schumacher originell gespielte Keyboard schufen einen eigenständigen, unverwechselbaren „Tape-One-Blues“.

Bei dem rockigen „Man in your Mind“ harmonierte Christoph Ortners Bass-Solo ebenso ansprechend mit Schnocks Congas wie das Schlagzeugsolo von Herbert Schain, als die Trommler bei „Cuts my Heart“ solistisch unter sich blieben.

Mit dem eigenen Lied „Pretty Woman“ lieferte „Tape One“ eine imposante Rockballade, bei der Schoeller zur Akustikgitarre griff . Und der Leadgitarrist Alfred Schiffer bewies, dass auch er das Publikum mit hochwertigen Soli in seinen Bann ziehen kann. Viel Applaus ertönte auch für das Stück „Just me and you“, bei dem „Tape One“ einen durchaus gelungen Ausflug in das Country-Genre machte.

Der Facettenreichtum der Eigenkompositionen setzte sich fort: Der romantische, getragene Blues „Saturday Night“ wurde im „Piano“ ebenso bejubelt wie das instrumentale Stück, das den selben Namen trägt wie Band: „Tape One“ erinnerte ein wenig an den Stil der „Allman Brothers“, vereinigte dynamisch mehrere musikalischen Einflüsse, wobei das Arrangement wie aus einem Guss klang.

Nach der Kupferstadt-Premiere der Band „Tape One“ zog das Publikum mit lautstarkem und langanhaltenden Applaus ein klares Fazit, das eigentlich nur eine Botschaft an die überzeugende Band vermitteln konnte: „Bitte bald wiederkommen.“

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