Tanzschüler stranden als Außerirdische auf der Erde

Von: hal
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Die Kinder im Alter zwischen neun und 16 Jahren begeisterten mit ihren gekonnten tänzerischen und gesanglichen Einlagen bei der Aufführung der Tanzschule „Not just Dancing“. Foto: G. Halili

Stolberg. „Völlig losgelöst von der Erde...“ hallt der Ohrwurm von Major Tom durch den zu Anfang dunkel gehaltenen Theatersaal des Kulturzentrum Frankentalstraße. Dort präsentiert die Tanzschule „Not Just Dancing“ ihr Musical „Die Nanos – Besuch aus dem Weltall“.

Eigentlich soll es ein ganz normaler Tag im friedlichen Dorf Waldhausen werden. Doch mit einem Schlag ändert sich alles. Da sind sie, die „Nanos“. Abgestürzt mit ihrem Sternokopter, dem Raumschiff, aus dem Weltall und völlig hilflos.

Hier beginnt die Musical-Aufführung einleitend mit einer spektakulären Illumination. Silberne Lichteffekte, die durch die dunkle Aula blitzen, lassen gekonnt die Spannung bei den vielen Zuschauern steigen. Schon jetzt ernten die jungen Künstler im Alter zwischen neun und 16 Jahren den ersten großen Applaus.

Dann wird es hell, und die Besucher schauen auf eine passend gestaltete Bühne. Auf der einen Seite ein „normales“ Haus, auf der anderen Seite der abgestürzte, futuristisch wirkende Sternokopter. Daneben platzieren sich die drei gerade abgestürzten Nanos und geben ihre musikalische Komposition mit „Rolling in the deep“ von Adele zum Besten.

Die musikalischen Einlagen sind mit zahlreichen aktuellen Songtexten gespickt. Kess und mit großem schauspielerischem Talent führen die Schüler weitere Tänze auf, beispielsweise zu „Just the way your are“ von Bruno Mars, „Use somebody“ von Kings of Leon oder zu dem deutschen Song „Bilder im Kopf“ von Rapper Sido.

Bei der Darbietung geht es immer wieder um die eine entscheidende Frage: Wie werden wohl die Bürger in Waldhausen auf die Fremdlinge reagieren? Als die Nanos sich den hilfsbereiten (Erden) Kindern anvertrauen, scheint für einen Moment alles in Ordnung zu sein.

Doch in der zweieinhalbstündigen Aufführung passiert noch eine ganze Menge. Da gibt es zwei Familien, die sich nicht verstanden, Nanos die sich in einer Scheune versteckt halten, den Postboten, der die Kinder nur belächelt, als sie ihm von den Außerirdischen erzählen, die Nonne, die dem Bürgermeister alles in ihrer Version berichtet, und dann auch noch der Geheimdienst, der eingeschaltet wird.

Die Aufklärung der Story erfolgt schließlich, nachdem die jungen verirrten Außerirdischen von ihren außerirdischen Eltern, nach langem Flug aus dem All, auf der Erde wiedergefunden werden. Letztlich erklären die Erdenkinder den Erwachsenen, dass Angst bei diesen liebevollen Außerirdischen nicht angebracht sei.

Die Geschichte hat demnach eine Moral: „Oh Gott, Außerirdische! Im Nachhinein verbindet sich alles. Dem Neuen aufgeschlossen gegenüberstehen, das war uns wichtig herauszustellen,“ erklärt Mitorganisator Frank Zeitz.

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