Tag der Städtebauförderung: Kaiserplatz nimmt Formen an

Von: Dirk Müller
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Dank der Pedelecs konnten die Touren am Tag der Städtebauförderung mit umweltfreundlichen Mitteln sogar bis zur künftigen Stadtrandsiedlung ausgeweitet werden. Foto: D. Müller
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Zahlreiche Bürger ließen sich von Mitarbeitern der Stadtverwaltung auf den neuesten Stand der Baumaßnahmen in der Innenstadt bringen. Foto: D. Müller

Stolberg. Als die Kupferstadt im vergangenen Jahr am ersten bundesweiten Tag der Städtebauförderung teilnahm, waren die Aussichten noch relativ abstrakt. Ungleich konkreter waren sie an diesem Wochenende angesichts der großen Baustellen wie am Kaiserplatz und am Bastinsweiher.

Und ebenfalls konkret haben Verwaltung und Planungsbüros die Bürger über den Fortschritt und die weiteren Zeitpläne der baulichen Maßnahmen informiert.

Am diesjährigen Tag der Städtebauförderungen konnten Stolberger Vorträge hören, an Infoständen Fragen stellen und an Führungen teilnehmen, bei denen beispielsweise der Technische Beigeordnete Tobias Röhm erläuterte, wie die Innenstadt ihr Gesicht verändert – zum Positiven und im Zeitplan, wie Röhm betonte. Zum Beispiel am Kaiserplatz, wo Brezeln, Getränke und Kuchenstücke ebenso gereicht wurden wie zahlreiche Fakten und Antworten.

„Der erste Bauabschnitt des Kaiserplatzes ist kurz vor dem Abschluss“, erklärte Andreas Pickhardt, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt. „Noch in der ersten Juniwoche“, stimmte Bernd Kistermann zu, „wird der Bauzaun bis an den Brunnen zurückversetzt“, sagte der Leiter des Amtes für Immobilienmanagement und technische Infrastruktur. Der vordere Teil des Kaiserplatzes sei dann wieder nutzbar und durch die neuen Pflasterungen an den Seiten größer geworden.

Die Seite zum Rathaus hin kann also bald dem Eiscafé als Fläche für Außengastronomie dienen, die andere Seite ist bereits mit einer großen Holzinsel bestückt, die zum Sitzen und Entspannen einlädt. Im nächsten Bauabschnitt werde der hintere Teil des Platzes erneuert und auch das Gebäude für die neue Gastronomie errichtet.

Schon jetzt sei klar, dass ein Festzelt an den „Tollen Tagen“ im Karneval kommenden Jahres genügend Raum im vorderen Bereich haben werde, „und im Frühjahr 2017 ist die Baumaßnahme abgeschlossen, und der Kaiserplatz erstrahlt in neuem Glanz“, meinte Kistermann. Was den Bastinsweiher anbelangt, sei es – bedingt durch die Versorgungsträger – zu einer leichten Verzögerung gekommen, „aber auch dort sind wir insgesamt gut im Zeitplan“.

An dem trockengelegten Weiher konnten Interessierte viele Details erfahren oder bei einer Führung Einblicke in das ehemalige Victor-Kaufhaus erlangen, in dem zurzeit Wohnraum für Senioren entsteht. Bei Führungen in der Innenstadt ließ Georg Trocha es allerdings nicht bewenden.

Der städtische Klimaschutzmanager erweiterte den Radius erheblich und verknüpfte Städtebau mit klimafreundlicher Mobilität. „Die EWV hat uns Pedelecs zur Verfügung gestellt, und bei den Führungen auf zwei Rädern machen wir diese Art der klimafreundlichen Fortbewegung erlebbar und zeigen auf, dass sie sich auf für Stolberg eignet“, meinte Trocha.

Starke Steigungen bewältigen

So machten sich die Gruppen auf den mit Elektroantrieb unterstützten Fahrrädern vom Rathaus über Steinweg und Altstadt auf, um unter städtebaulichen Aspekten auch den „Ernstfall“ zu proben – nämlich den Aufstieg zum Donnerberg. Von der künftigen Stadtrandsiedlung aus fuhren die Teilnehmer dann im Bogen über Birkengang, Mühle und Rathausstraße wieder zurück zum Kaiserplatz.

„Dabei können die Bürger nebenbei erfahren, dass mit Pedelecs auch starke Steigungen zu bewältigen sind“, sagte der Klimaschutzmanager. „Und wir haben bewusst eine Streckenführung gewählt, die sowohl schöne Fleckchen Stolbergs beinhaltet, als auch Abkürzungen und Schleichwege aufzeigt, die mit Autos nicht passierbar sind, mit dem Pedelec aber schon.“

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