Stolberg - Tag der Architektur: Führung durch die Hermannschule

Tag der Architektur: Führung durch die Hermannschule

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Besondere Perspektiven und Einblicke bot Architekt Klaus Kaesler den Besuchern am Tag der Architektur in der Grundschule Hermannstraße. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Architektur sollte zielorientiert, zukunftsweisend und zahlbar sein: Diese drei Schlagworte standen beim bundesweiten Architekturtag im Mittelpunkt. Die Zielvorgaben erfüllt laut der Architekturkammer NRW auch der 2007 eingeweihte Anbau der Grundschule Hermannstraße. Er wurde von dem damals verantwortlichen Architekten Klaus Kaesler am Samstag vorgestellt.

Zwei Führungen waren angesetzt. Und schon beim ersten Termin fand sich eine große Gruppe zusammen, um sich von Kaesler in Sinn und Zweck der modernen Architektur einführen zu lassen. Dabei stellte der Architekt – Teilnehmer des Rundganges waren auch Schulleiterin Renate Krickel, Ulrich Coopmann vom Hochbauamt sowie der ehemalige Realschulleiter Ferdinand Küpper-Jacobs – aber nicht nur den Anbau vor, sondern auch den 1907 errichteten Altbau. Schließlich gehen beide Gebäude laut Kaesler eine Kooperation ein, die dadurch deutlich wird, das mit Sporthalle, Lehrerzimmer und Mensa im Anbau Räumlichkeiten untergebracht sind, die die Funktion und Nutzung der einstigen preußischen Lehranstalt wirkungsvoll ergänzen.

Somit war es nachvollziehbar, dass sich die Gruppe dem Anbau ausführlicher widmete. „Zwei Häuser unter einem Dach. Und in der Mitte ein Gang, der auch als Foyer genutzt werden kann.“ Mit dieser kurzen Formel erläuterte Kaesler die Aufteilung der Schule, deren Gestaltung eindrucksvoll und dennoch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Denn der Mittelgang – auf der einen Seite die Sporthalle und auf der anderen Seite Mensa, Lehrerzimmer und Toiletten – ist wie ein Außenbereich gestaltet. Die Wände links und rechts davon sind einerseits zwar mit bunten Farben gestrichen, weisen andererseits aber grob belassene Betonflächen auf. „Um die Kosten möglichst niedrig zu halten und Einfluss auf die Gestaltung nehmen zu können, habe ich gemeinsam mit dem damaligen Bauleiter Rudolf Meier die Wandflächen selbst gestrichen“, verriet der Architekt schmunzelnd den anwesenden Gästen. Eine Gestaltung und Eigeninitiative, die bei den Besuchern Zustimmung fand. Schließlich wurde die offene, zur Hoffläche hin orientierte Gesamtgestaltung des Anbaus und seine moderne Gestaltung von den Teilnehmern der Führung viel gelobt.

Abgeschlossen wurde der Rundgang im Außenbereich mit einem kleinen Grillfest, zu dem die örtliche Kampfsportgruppe „Freefight“ eingeladen hatte. Sie absolvierte parallel zum Architekturtag in der Sporthalle einen Lehrgang. So bot sich in gemütlicher Runde die Gelegenheit, das Gehörte und Gesehene zu vertiefen und mit den Fachleuten Klaus Kaesler und Ferdinand Küpper-Jacobs ausgiebig zu fachsimpeln.

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