Stolberg - Tafel nimmt im neuen Geschäft den Betrieb auf

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Tafel nimmt im neuen Geschäft den Betrieb auf

Von: Dirk Müller
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Bei der feierlichen Einweihung des neuen Ladenlokals begrüßte die Tafel zahlreiche Gäste in den hellen und freundlichen Räumen. Foto: D. Müller
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Hinter dieser Fassade gleich gegenüber vom bisherigen Geschäft hat die Wirkungsstätte sich auf rund 320 Quadratmeter vergrößert.
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Mit diesem Schild und Luftballons der Stolberger Tafel werden die Kunden im neuen Wartebereich in Empfang genommen.

Stolberg. Die Tafel hat ihr neues Ladenlokal bezogen und wird gleich gegenüber der alten Wirkungsstätte an der Eschweiler Straße am Dienstag den Betrieb aufnehmen und Kunden empfangen.

Obwohl die Geschichte des Umzugs der Stolberger Tafel eine lange ist, blieb das Lebensmittelgeschäft für Bedürftige während des Umzugs nur eine Woche geschlossen, so dass für die Kunden, zu denen mehr als 700 Kupferstädter Haushalte und damit mehr als 1600 Menschen zählen, kein Versorgungsengpass entstand.

Bei der feierlichen ökumenischen Einweihung von dem evangelischen Geistlichen und langjährigen aktiven Mitglied des Vereins, Valentin Schmitz, und dem katholischen Pfarrer, Christoph Schneider, begrüßte der 2. Vorsitzende der Tafel, Franz-Josef Loch, in Vertretung für den gesundheitsbedingt abwesenden Vorsitzenden Thomas Schellhoff, zahlreiche Gäste.

Darunter war auch der stellvertretende Bürgermeister Patrick Haas, der den gesellschaftlichen Stellenwert der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins Stolberger Tafel hervorhob.

Seit Jahren habe die Tafel nach neuen Räumen gesucht, da das alte Lokal nicht mehr zeitgemäß war, zu klein wurde, immer wieder technische Probleme mit sich brachte und den heutigen Ansprüchen des Umgangs mit Lebensmitteln kaum noch gerecht wurde, beschreibt Franz-Josef Bonaventura vom Vorstand des Vereins.

Nachdem das neue Ladenlokal endlich gefunden war, hätten die Ehrenamtler in einem halben Jahr viel Arbeit investiert: „Wir haben komplett renoviert, einige Wände entfernt, andere neu eingezogen und mehr.“

Bonaventura betont, dass mehrere Kupferstädter Unternehmen und Handwerksbetriebe die Tafel bei dem Umzug unterstützt hätten, indem sie teils kostenlos gearbeitet, teils preislich spezielle Konditionen möglich gemacht hätten.

Die Mühe aller Beteiligten hat sich gelohnt, denn jetzt residiert die Tafel in modernen Räumen, die im Vergleich zu vorher alle ebenerdig sind. Von etwa 170 auf jetzt 320 Quadratmeter ist die Fläche gewachsen, Probleme mit dem Heizungssystem gehören der Vergangenheit an, stattdessen gibt es nun sogar eine moderne Belüftungsanlage.

„Herzlich willkommen“ steht an der Wand in dem hellen, freundlichen Warteraum für die Kunden. Diese werden per Zufallsgenerator zum Einkauf gebeten. „Damit es gerecht zugeht“, sagt Bonaventura. Dann können die Kunden, statt wie bisher mit Kisten zu hantieren, künftig mit gespendeten Einkaufswagen in den großen Verkaufsraum, wo es unter anderem eine brandneue Brottheke gibt.

Und fünf große Kühlschränke. „Damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird, holen wir die Ware mit zwei Kühltransportern bei den Supermärkten ab“, erläutert Bonaventura. Zwischengelagert werden können die Lebensmittel jetzt in einem der Nebenräume mit zwei großen Kühlaggregaten, von denen eines ebenfalls neu ist.

Neben Kunden- und Mitarbeiter-Toiletten ist nun auch ein behindertengerechtes WC vorhanden, für die Ehrenamtler der Tafel stehen ein Sozialraum und eine Garderobe zur Verfügung. Das Arbeiten sei für die aktiven Vereinsmitglieder im neuen Ladenlokal wesentlich angenehmer meint Bonaventura, er sagt aber auch: „Durch das größere Lokal steigt durchaus unser Bedarf an freiwilligen Helfern.“

Was auch für die finanzielle Unterstützung des gemeinnützigen und mildtätigen Vereins gelte, denn die Stolberger Tafel müsse für Pacht und Betriebskosten des neuen Ladenlokals wesentlich mehr Kosten stemmen als zuvor. „Daher freuen wir uns sehr über dauerhafte Mietpatenschaften oder auch über einzelne Spenden. Die Tafel kann Bedürftigen nur helfen, wenn sie auch selbst unterstützt wird“, erklärt Bonaventura. Der mildtätige Verein im Netz: www.stolberger-tafel.de.

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