Tabletten, Verödung, Defi: Wenn das Herz aus dem Takt gerät

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Der Kardiologe Dr. Andreas Bootsveld wird am 26. November über „Hilfe bei Herzrhythmusstörungen“ sprechen. Foto: Bethlehem-Gesundheitszentrum/Eisenmenger

Stolberg. Wir leben in einer von Leistung geprägten Gesellschaft. Stets Hochleistung im Job zu erbringen, dabei auch der Familie gerecht zu werden – all das kostet viel Kraft und kann mitunter gefährliche Folgen für unser Herz haben.

Aber nicht nur Stress kann sich negativ auf unser Herz auswirken, weiß der Kardiologe Dr. Andreas Bootsveld, der seit Juni in der Klinik für Innere Medizin im „Bethlehem“ tätig ist. Er ist der Referent einer Veranstaltung für Patienten am Mittwoch, 26. November, die um 18 Uhr im Café des Stolberger Krankenhauses startet.

Information kann Leben retten

Unter dem Motto „Aus dem Takt – Herzrhythmusstörungen“ finden in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung noch bis zum 30. November bundesweit Veranstaltungen zu diesem Thema statt, erklärt Privatdozent Dr. Dr. Christoph Dietrich, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Gezielte Information kann Leben retten und den Betroffenen auch die Angst nehmen, „darum sind solche Veranstaltungen so wichtig“, ergänzt Oberarzt Bootsveld.

Allein an Vorhofflimmern, der häufigsten Form von Herzrhythmusstörungen, leiden in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen, sagt der Kardiologe. „Zunächst sollte Ursachenforschung betrieben werden, warum das Vorhofflimmern entstanden ist. Danach wird für jeden Patienten eine Therapiestrategie festgelegt“, erklärt Bootsveld. Ebenfalls großer Aufklärungsbedarf besteht bei den neuen Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung. „Hierzu gibt es mittlerweile drei neue Alternativpräparate.

Zunehmend werden nichtmedikamentöse Therapieverfahren bei der Behandlung von Vorhofflimmern eingesetzt. Hierzu gehören Ablationsverfahren. „Dabei werden an vorher exakt definierten Stellen des linken Vorhofs Verödungspunkte gesetzt“, beschreibt Bootsveld. Für die Behandlung langsamer Herzrhythmusstörungen stehen moderne Herzschrittmachersysteme zur Verfügung, lebensbedrohliche schnelle Herzrhythmusstörungen werden mit implantierbaren Defibrillatoren, sogenannten ICD, behandelt.

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