SV Breinig sichert sich Stadtmeister-Titel im Fußball

Von: Rolf Hohl
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Im Endspiel zwischen Breinig und Mausbach ließen sich die Kicker des SV Breinig den Titel nicht mehr nehmen. Foto: Rolf Hohl

Stolberg. Fast so hoch wie die Zweifaller Hütte auf dem Dörenberg steht, fiel auch der erste Sieg am Samstagnachmittag aus. Dort fanden bei Gastgeber VfL Vichttal die Finalspiele der Stolberger Stadtmeisterschaft statt. In der ersten Begegnung um Platz drei besiegten die Sportfreunde Dorff den FC Stolberg mit 6:2. Den Meistertitel sicherte sich anschließend der SV Breinig mit einem 4:0 gegen GW Mausbach.

Dorff tat sich zunächst schwer und fiel durch die zuweilen ungeordnete Verteidigung auf. Folge: Nach einer ganzen Kette grober Abwehrfehler nutzte der Stolberger Recep Yilmaz seine Chance gleich zum 0:1. Es dauerte zehn Minuten, bis auch Dorff die erste ernstzunehmende Torchance hatte, die jedoch noch erfolglos war. Ganz anders ein kurz darauf folgender Elfmeter, den Daniel Krumpen im zweiten Versuch zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwandelte.

So langsam zeichnete sich im Spiel der Sportfreunde auch eine Strategie ab. Weite und hohe Bälle über das Mittelfeld hinweg und schnelle Konter waren das probateste Mittel. Nach rund 20 Minuten war es dann ein eben solcher stürmischer Gegenschlag, den Jonas Willms zum 2:1 abschloss.

Dem FC Stolberg entglitt das Spiel nun zusehends, das Team tat sich schwer, auch nur vor das Tor der Sportfreunde zu kommen. Auch Dorff gelang zu dieser Zeit nicht viel, man ließ reihenweise Chancen ungenutzt. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit traf Arbnor Uka dann doch zum beruhigenden 3:1.

In der zweiten Halbzeit fast das gleiche Bild. Während Dorff bei Ballbesitz sofort zum Sturmlauf auf das gegnerische Tor ansetzte, scheiterte der FC schon im Spielaufbau aufgrund mangelnder Anspielstationen. Dazu leistete man sich viele Unaufmerksamkeiten bei den zweiten Bällen, was schließlich nach einer missglückten Abwehr von Torwart Benni Possnin zum 4:1 führte.

Nur Minuten später war es erneut ein abgeprallter Ball, den Dorff zum 5:1 verarbeitete. Erst zum Schluss gab es mit dem schönen Slalomlauf von David Keusch noch einen letzten Höhepunkt im Spiel, den dieser mit dem Tor zum 6:1 krönte. Dass Stolberg durch einen Elfmeter noch auf 6:2 verkürzte, änderte am Ergebnis nichts mehr. Damit standen die Sportfreunde Dorff als Dritter dieser Stadtmeisterschaften auf dem Podest.

Im Endspiel der Stadtmeisterschaften ging es etwas einseitiger zu. Im Finale traf der SV Breinig auf Grün-Weiß Mausbach, wobei es vor allem für erstere Mannschaft darum ging, den wenig ruhmreichen Auftritt im vergangenen Jahr vergessen zu machen. Damals hatten die Breiniger das Finalspiel in Greßenich gegen die Columbia Donnerberg verloren.

Auch wenn die Breiniger von Beginn an präsent auftraten, war es schließlich nach rund zehn Minuten ein Elfmeter, der die Partie in die zu erwartende Richtung drehte. Mit einem satten Schuss verwandelte Luca Gehlen und verschaffte Breinig damit einen kleinen Beruhigungsvorsprung. Mit voranschreitender Spielzeit fand der SV immer besser in das Spiel. Mit einem hellwachen Mittelfeld, das meist zuverlässig die langen Bälle von Mausbach abfing und einer sehr stabilen Defensive, die auch in brenzligen Situationen keine Hektik aufkommen ließ.

Vor allem über den rechten Flügel liefen fast sämtliche Angriffe des SV, gefolgt von flachen Hereingaben in den Strafraum. Den ersten Versuch dieser Art konnte der Mausbacher Torwart Oliver Kehren noch mit einer starken Reaktion auf der Linie blocken. Kurz darauf war er aber machtlos: Moritz Braun erhöhte nach knapp einer halben Stunde auf 2:0. Kurz vor der Pause wurde von Breinig ein Einwurf in den Strafraum verlängert und von Marvin Weckmann zum 3:0 verwandelt.

Nach der Pause war das Bild dasselbe: Grün-Weiß stand eingeigelt im eigenen Strafraum, während Breinig nach Lücken suchte. Nur einmal führte das noch zu etwas Zählbarem, als der eingewechselte Philip Senden zum 4:0 Endstand traf. Der SV Breinig stand als Sieger der Stadtmeisterschaften fest, obschon der Verein nur mit der zweiten Mannschaft angetreten war. Überhaupt schien das Turnier bei einigen teilnehmenden Vereinen nicht die allerhöchste Priorität zu haben.

Vom FC Stolberg etwa blieb nicht ein einziger Vertreter bis zur Siegerehrung am Samstagabend, um den Pokal für den vierten Platz in Empfang zu nehmen. Der VfL Vichttal hingegen muss sich als Gastgeber nichts vorwerfen lassen: dieser hatte das ganze Turnier über für einen reibungslosen Ablauf und beste Spielverhältnisse gesorgt.

Dennoch, so hieß es aus Organisatorenkreisen, werde man in Zukunft wohl über einen geänderten Modus der Stadtmeisterschaften nachdenken, um auch die höherklassigen Mannschaften wieder zur Teilnahme in Bestbesetzung zu bewegen.

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