SV Breinig: Heiner Flink sieht keinen Handlungsbedarf

Von: Jan Schlegelmilch
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Ein Bild mit Symbolcharakter - auch wenn es während der Vorbereitung auf die laufende Saison entstanden ist: Der Breiniger Michael Ostlender liegt am Boden, die Gegner behalten die Oberhand. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg-Breinig. Eines ist gewiss: Feiern wird der SV Breinig in diesem Jahr genug. Das 100-jährige Bestehen des Stolberger Fußballvereins gibt Anlass für zahlreiche Veranstaltungen und Festlichkeiten neben dem Platz. Auf dem Platz gab es für den Landesligisten im Jubiläumsjahr allerdings bisher noch nichts zu feiern.

Das 1:2 am vergangenen Wochenende gegen den bis dato Tabellenletzten SC Kellersberg war bereits die siebte Breiniger Niederlage in den letzten acht Spielen und vorerst der Höhepunkt einer sich stetig steigernden sportlichen Krise. „Manchmal läuft es, manchmal läuft es nicht. Bei unserer Serie in der Hinrunde haben wir oft das nötige Glück gehabt, jetzt fehlt es. Und wenn man einmal in so einen Negativ-Lauf hineingerät, wird man auch von Spiel zu Spiel unsicherer”, hat der sportliche Leiter des SV, Heiner Flink, auch keine plausible Erklärung für den Absturz des Herbstmeisters auf Platz 7.

Am 27. Februar verließ Breinig beim 4:2-Sieg in Wenau das letzte Mal das Feld als Sieger, in den darauf folgenden acht Spielen holte die Mannschaft nur noch einen Punkt - beim 0:0 in Bergstein. „Der Knackpunkt war vielleicht das unglückliche 1:2 gegen Bergheim, wo die Mannschaft ihr bestes Spiel gemacht hat. Diese Serie haben wir vor zwei bis drei Monaten natürlich auch so nicht auf der Rechnung gehabt”, meint Flink. „Einzelne Gründe, an denen es liegen könnte, fehlen auch, wir haben keine Sperren oder Verletzten. Woche für Woche analysieren wir die Sachen, es ist eine schwierige Situation. Aber wir sind auch alle gemeinschaftlich gewillt anzupacken”, behält der sportliche Leiter wie die gesamte Vereinsführung in der Krise aber die Ruhe. Das mag auch daran liegen, dass sich der SV nach der überragenden Hinrunde mit nur zwei Niederlagen nun endgültig aus dem Aufstiegskampf verabschiedet und bereits frühzeitig Planungssicherheit für die kommende Saison in der Landesliga hat.

Dennoch fällt im Zusammenhang mit der sportlichen Talfahrt - frei nach den Gesetzen des Fußballgeschäfts - zwangsläufig immer wieder ein Name: Kai Michalke. Die Zwischenbilanz des Trainers, der die Mannschaft in der Winterpause als souveräner Tabellenführer übernommen hatte, fällt nach neun Spielen und einer Ausbeute von vier Punkten miserabel aus. „Im Moment ist die Trainerfrage überhaupt kein Thema, auch bis zum Ende der Saison nicht”, macht Flink deutlich, dass der Ex-Profi weiterhin das volle Vertrauen des Vorstands genießt. „Wir haben auch eine gute Stimmung in der Mannschaft, das muss man einmal so herausstellen. Die Kameradschaft wird gepflegt, es herrscht alles andere als Endzeitstimmung”, erzählt Flink, der Spielern und Trainern „viel Mühe” attestiert und betont: „Wir machen das Problem nicht am Trainer fest, auch wenn so ein junger Trainer in der unbekannten Spielklasse erst einmal seine Erfahrung sammeln muss.”

Weitere negative Erfahrungen will der SV Breinig am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) nicht machen. Mit Rhenania Richterich erwarten die Breiniger jedoch alles andere als einen dankbaren Aufbaugegner. Der starke Aufsteiger landete am vergangenen Spieltag einen 5:0-Kantersieg gegen Hertha Walheim, bezwang Breinig schon in der Hinrunde mit 3:1 und hat aktuell den gegenteiligen Lauf der Breiniger. „Wir unterschätzen in unserer Situation so oder so keinen Gegner”, meint Heiner Flink, der sicher ist, „dass der Knoten irgendwann platzen wird.”

Für eine Aufstiegsfeier im Jubiläumsjahr - und die hätten sich nach Flinks Aussage auch alle Beteiligten gewünscht - hätte der Knoten allerdings schon früher platzen müssen. In Breinig will und muss man aber zunächst einmal wieder Siege feiern: „Die Mannschaft braucht einfach ein Erfolgserlebnis.”
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