Stolberg - Streikende Pumpen haben bei Lutz Gärtner keine Chance

Streikende Pumpen haben bei Lutz Gärtner keine Chance

Von: Heike Eisenmenger
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Nur für das Foto setzt sich Lutz Gärtner: Während der Großreinigung über die Osterferien hat nicht nur er alle Hände voll zu tun im Hallenbad Glashütter Weiher. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Wasserratten sitzen derzeit auf dem Trockenen: Im Schwimmbad Glashütter Weiher ist Großputzkampftag angesagt. Und weil ein Hallenbad nun mal andere Dimensionen als ein Durchschnittshaushalt hat, dauert es entsprechend länger, bis wieder alles blitzeblank ist. Genau genommen dauert es die kompletten Osterferien, also noch bis zum Sonntag, 7. April.

Im Rahmen der Generalüberholung wird vieles in Angriff genommen, was dem Auge des Besuchers verborgen bleibt. Man müsste schon Röntgenaugen wie Superman haben, um durch die Ablaufgitter auf dem Boden des großen Beckens schauen zu können. Denn auch dort unten, im Verborgenen, muss saubergemacht werden. Eine Arbeit, die keine der Angestellten gerne macht. „Das ist echt nicht schön, aber es muss sein“, sagt Betriebsleiter Lutz Gärtner. Auch die Pumpen müssen überprüft werden, um zwei der vielen Aufgaben, die anstehen, zu nennen.

Mit insgesamt acht Leuten wird geschrubbt, gedampfstrahlt, gewienert, auseinandermontiert und wieder zusammengebaut. Das „Großreinemachen“ ist generalstabsmäßig angelegt, sonst könnte das Team die viele Arbeit in 14 Tagen gar nicht schaffen. Schon allein das Wasser aus dem großen Becken zu lassen, dauert rund 24 Stunden. 1300 Kubikmeter Wasser schwappen normalerweise in dem großen Stahlbecken, im kleineren Nichtschwimmerbecken sind es immerhin 300 Kubikmeter. Würde Gärtner die Wassermenge auf einen Schlag in den Kanal leiten, wäre das Abwassernetz völlig überlastet.

Rücksicht auf Nachbarhäuser

Es ist nur logisch, dass auch beim Befüllen der Becken am Ende der Großreinigung sachte der „Wasserhahn“, sprich das Ventil, aufgedreht wird, denn sonst hätten schlagartig die Häuser in der Umgebung kein Wasser mehr.

Das Stahlbecken und auch das geflieste Becken durchlaufen mehrere chemische Behandlungen. Ein sauberes Becken ist Grundvoraussetzung für eine gute Wasserqualität, und ohne Chemie wäre diese Qualität nicht zu gewährleisten. Es ist ja nicht so, dass die Mitarbeiter das ganze Jahr über die Hände in den Schoß legen und nur einmal im Jahr den Wischmopp hervorholen würden. Bildlich gesprochen. Bestimmte Arbeiten sind einfach während des Betriebs nicht möglich.

Was macht denn die größten Probleme bei einer Großreinigung? „Wissen Sie, bei einem so großen Schwimmbad haben Sie immer irgendwo ein Problem. Das bleibt gar nicht aus, aber man kriegt‘s schon irgendwie in den Griff“, sagt Lutz Gärtner.

Gute Wartung vonnöten

Die Pumpen machen, wenn sie am Ende der Wartung wieder angeworfen werden, in der Regel erstmal „Mätzchen“. Aber mit Schraubschlüssel und Co hat Gärtner das Problem meist schnell gelöst, jede Aufmüpfigkeit wird im Keim erstickt. Die aufwendige Technik, die im Hallenbad „alles am Leben hält“, ist das Herz des Münsterbuscher Schwimmbades und bedarf einer guten Wartung, damit auch in Zukunft die Stolberger ungetrübtem Badespaß frönen können. In ihrem schönen, sauberen Schwimmbad.

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