Strecke nach Breinig soll dieses Jahr reaktiviert werden

Von: -jül-
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Für die Ausweitung des Regelverkehrs bis nach Breinig ertüchtigt werden muss auch das Rüstbach-Viadukt. Foto: Keller

Stolberg. Zum Kulturfestival „Stolberg goes Österreich“ vom 9. bis 11. Juni setzen der Nahverkehr Rheinland (NVR), die Deutsche Bahn und die EVS mit Sonderfahrten der Euregiobahn nach Breinig noch einmal ein deutliches Zeichen.

Drei Tage später berät der Hauptausschuss und am 30. Juni entscheidet die Zwecksverbandsversammlung des NVR über das neue Investitionsprogramm. Nach der intensiven Vorbereitung durch die Geschäftsführung werden die Listen in dem politischen Gremium in der Regel abgesegnet. Für Stolberg winken dabei Zuschüsse mit einem Volumen von mehr als 4,5 Millionen Euro.

Die Masse davon – rund 3,62 Millionen Euro – sollen in die Reaktivierung der Gleisstrecke zwischen den Haltepunkten Altstadt und Breinig für den Personenverkehr mit 90 Prozent gefördert werden. Die Gesamtkosten für die etwa fünf Kilometer einschließlich einer Erneuerung des Rüstbach-Viaduktes wird von der EVS als Antragstellerin mit 5,025 Millionen Euro angegeben. Bei der Bezuschussung wird ein Abschlag von 20 Prozent wegen der Nutzung für Güterverkehr berücksichtigt.

Für eine Förderung relevant, aber noch nicht bewertet und zurückgestellt ist der Zuschussantrag der EVS über rund 8,8 Millionen Euro zur Befahrbarmachung der weiteren Route bis zur Bundesgrenze, weil die Realisierung noch nicht abschließend geklärt ist. Gleiches gilt für gut 20 Millionen Euro zur Erschließung der Gleise von Mariagrube über Siersdorf bis ins Gewerbegebiet Baesweiler.

Vorgesehen für dieses Jahr ist im Rahmen des Neubaus der Rhe­nania­straße durch die Stadt die Sanierung des Bahnübergangs Probsteistraße durch die EVS. Mit 158.900 Euro (90 Prozent) will sich der NVR beteiligen; die Gesamtkosten liegen bei 506.600 Euro.

Damit nicht genug. Der noch junge Antrag der Stadt auf Förderung einer neuen P+R-Anlage am Haltepunkt Schneidmühle ist mit einer Förderung von 479.000 Euro bei Gesamtkosten von 532.200 Euro für dieses Jahr avisiert. Mit 26.500 Euro für acht Fahrradboxen am Mühlener- und 16 am Hauptbahnhof übernimmt der NVR im kommenden Jahr ebenfalls 90 Prozent der Kosten.

Aber nicht nur Bahnreisende, sondern auch die Buskunden können noch in diesem Jahr auf mehr Komfort in der Kupferstadt hoffen: Vorgesehen ist eine Förderung auf Antrag der Aseag, sechs Haltestellen in der viel befahrenen Innenstadt mit zeitgemäßen Digitalten Fahrgast-Information-Säulen (DFI) auszustatten, die die aktuellen Abfahrtszeiten in Echtzeit anzeigen. Das kostet rund 262.400 Euro; der NVR übernimmt 236.200 Euro – wie immer vorausgesetzt, dass die Zweckverbandsversammlung zustimmt.

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