Strafe wegen Brandstiftung vor Gericht bestätigt

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen/Stolberg. An einem Sonntagmorgen im Februar 2014 brannte plötzlich das griechische Restaurant an der Ecke Rathausstraße und Ellermühlenstraße, niemand wusste warum.

Doch dann wurde klar, dass eingebrochen wurde, die Kasse fehlte und dazu noch ein Brand gelegt worden war. Für die Tat am Morgen des 2. Februar 2014 musste sich jetzt vor dem Eschweiler Amtsgericht Ahmet T. (28) aus Stolberg wegen Brandstiftung verantworten.

Ahmet T. wurde 2015 zu einer Strafe von einem Jahr und sechs Monaten Haft verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, dasselbe tat gleichfalls der Verurteilte mit seiner Anwältin Tanja Tomasso.

Damit wurde vor einer Berufungskammer des Aachener Landgerichts unter Vorsitz von Richter Thomas Küpper der Fall am Donnerstag erneut verhandelt, schließlich trug das Restaurant einen erheblichen Brandschaden davon, die Schadenshöhe wurde auf rund 200.000 Euro beziffert.

„Ich kann mich an fast nichts mehr erinnern, Herr Richter, ich war voll mit Alkohol und Drogen“, bekundete der Angeklagte erneut. Ihm war wegen seines damaligen Zustandes eine verminderte Zurechnungsfähigkeit zugestanden worden.

Die Bewertung seines Zustandes bei dem Einbruch in das Lokal bestätigte am Donnerstag der Rechtsmediziner, der den wahrscheinlichen Trunkenheitsgrad des Täters mit etwa 2,5 Promille bezifferte. Dazu kamen damals noch andere Drogen wie etwa Kokain.

Er könne sich nicht mehr erinnern, was er in dem Lokal gemacht habe, er wisse nur noch, dass er in der Lokalität selber war, bekräftigte T. am Donnerstag. Dort im Lokal hatte es erhebliche Blutspuren gegeben, Blut des Täters, der sich vermutlich beim Einschlagen einer Fensterscheibe verletzt hatte. Doch auch die Eingangstüre des Restaurants wies Hebelspuren auf, die Kassenschublade fand man sogar am Bastinsweiher wieder.

In dem Restaurant hatte es nach den Angaben der Feuerwehr zwei Brandherde gegeben. Einmal war das Feuer im Bereich der Garderobe gelegt worden, dort brannten Textilien. An anderer Stelle hatte man eine Sitzgruppe angezündet, doch Brandbeschleuniger, wie beispielsweise Benzin, fand die Feuerwehr nicht.

Bei dem Brand wurden weite Teile des griechischen Restaurants zerstört, die Rauchschwaden taten ein Übriges. In dem Haus befanden sich Wohnungen mit 14 gemeldeten Personen, wie viele davon anwesend waren, wurde nicht erörtert, jedenfalls wurde niemand verletzt.

Nachdem das Gutachten des Rechtsmediziners die hochgradige Alkoholisierung des Angeklagten bestätigte, zog die Staatsanwaltschaft die Berufung zurück, Gleiches tat die Seite des Angeklagten. So wurde das Ersturteil mit einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung rechtskräftig.

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