Stolbergs Wähler mit der größten Auswahl

Von: Jürgen Lange
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Reichlich zu zählen haben werden die mit acht Personen besetzten Wahlvorstände am 25. Mai. Ab 18 Uhr werden zuerst die Stimmzettel der Wahlen zum Europaparlament ausgezählt. Danach folgen die Ergebnisse von Städteregionsrat, Städteregionstag, Bürgermeister, Stadtrat und zuletzt des Integrationsrates. Foto: J. Lange

Stolberg. Die Zahl der Bewerber um das Bürgermeisteramt und die 44 Ratssitze in Stolberg für die nächsten sechs Jahre bis 2020 ist eine Woche vor dem Ende der Bewerbungsfrist angestiegen: Zehn Parteien und Wählervereinigungen sowie sieben Kandidaten um den Posten des Verwaltungschefs gehen bis dato ins Rennen um die Wählergunst – ein Spitzenwert in der Städteregion.

Aber nicht alle Parteien, die ihre Personalvorschläge beim städtischen Wahlamt eingereicht haben, können sich bereits beruhigt zurücklehnen. „In einigen Fällen sind die strengen formalen Vorschriften nicht eingehalten worden“, bestätigte Fachbereichsleiter Walter Wahlen auf Anfrage unserer Zeitung.

Am meisten betroffen davon sind die Piraten, die auf eine Bürgermeisterkanidatur verzichten. 20 Bewerber – ohne die Bezirke 14 Breinig/Venwegen und 17 Büsbach – für den Stadtrat meldete Spitzenkandidat Udo Rüttgers. Gerd Bougé, Horst G. Rößner und Maximilian Möhring komplettieren die Führungsriege, die „in Fraktionsstärke“ erstmals ins Stadtparlament einrücken möchte. Aber zuerst müssen die Piraten sich zu einem erneuten Wahlparteitag treffen. Denn den eingereichten Unterlagen mangelte es an der erforderlichen Anzahl von eidesstattlichen Versicherungen.

Die Stolberger Grünen verzichten nicht nur auf eine Bürgermeisterkandidatur, es mangelt ihnen bislang auch an einer Kandidatur im Wahlbezirk Vicht. Aber auch für fünf weitere Kreise sind trotz Bewerber die Formalien nicht erfüllt: Für die Bezirke 06 Donnerberg, 09 Gressenich/Schevenhütte, 10 Mausbach/Werth,15 Breinig und 16 Breinig/Breinigerberg müssen die Personalvorschläge nachgebessert werden.

Um solche Pannen im Vorfeld ausbügeln zu können, will die Linke ihre Wahllisten erst in der kommenden Woche im Rathaus vorlegen. Bürgermeister-Kandidat Mathias Prußeit freut sich, dass seine Partei alle Wahlbezirke mit Kandidaten besetzen konnte.

An einem „ausreichend qualifizierten Bewerber“ für das Bürgermeisteramt ermangelt es nach eigener Aussage der Alternativen Bürgerliste Stolberg (ABS). Sie will unzufriedenen Wähler etablierter Parteien eine Alternative zu extremen Gruppierungen bieten und tritt inklusive Reserve an in sechs Wahlbezirken mit Bert Kloubert (08 Donnerberg) und Friedel Conrad (15 Breinig) als Spitzenkandidaten. Die weiteren Bewerber sind Anke Kloubert (04 Unterstolberg), Markus Förster (02 Atsch), Simon Zimmermann (17 Büsbach) und Maximilian Schneider (16 Breinig/Breinigerberg).

Flächendeckend treten die Republikaner an in allen Bezirken, und mit Bürgermeister-Kandidaten. Das ist Wolfgang Maskos, der auch die Reserveliste anführt, gefolgt von Günter Horbach und Mario Mauritz. Gleiches gilt wie berichtet auch für die NPD mit Spitzenkandidat Willibert Kunkel.

Ebenfalls alle Wahlbezirke besetzen konnte die UWG. Die Reserveliste führt Hans Emonds an, gefolgt von Klaus-Friedrich Kratz, der sich ebenfalls um das Bürgermeisteramt bewirbt, und Alfons Conrads.

Verzichtet hat die FDP auf eine Kandidatur um die Spitzenposition im Rathaus. Besetzt sind alle Wahlkreise. Bernd Engelhardt steht an der Spitze der Reserveliste gefolgt von Axel Conrads, Dr. Stefan Wiemann und der neuen Parteivorsitzenden Claudia Schütze.

Die Spitzenkandidaten für die Reserveliste sind bei den beiden großen Parteien, die flächendeckend präsent sind, die beiden Bürgermeister-Kandidaten: Amtsinhaber Ferdi Gatzweiler bei der SPD (gefolgt von Ute Herff, Dieter Wolf und Hanne Zakowski) sowie Herausforderer Dr. Tim Grüttemeier bei der CDU (gefolgt von Jochen Emonds, Karina Wahlen und Paul Matthias Kirch).

Komplettiert wird bis dato das Buhlen um die Gunst der Wähler durch den Einzelbewerber Alex Kaldenbach, der den Bürgermeister-Stuhl anstrebt.

Eine Woche Zeit bleibt weiteren Bewerbern sowie zur Behebung der Pannen: Am Montag, 7. April, endet um 18 Uhr die Einreichungsfrist im Stolberger Wahlamt.

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