Stolbergs viertes Familienzentrum entsteht in Breinig

Von: Lars Brepols
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Fiebern dem „Familienzentrum Breinig” entgegen: Joachim Paul, Leiter Kita Corneliastraße, Bürgermeister Ferdi Gartweiler, Jugendamtsleiter Willi Seyffahrt (hinten v.l.n.r.); Lotte Münch, Leiterin Kita Bertholdstraße, Rita Micklitz, Leiterin Kita „Am Tomborn”, Monika Steinfeld-Dallendörfer, stellv. Leiterin Kita Bertholdstraße, Alexandra Degreif von der Kita „Auf der Liester” (unten v.l.n.r.). Foto: L.Brepols

Stolberg-Breinig. Mit Hochdruck arbeiten die Breiniger Kindertagesstätten (Kita) daran, das Gütesiegel zum „Familienzentrum Breinig” zu erhalten. Im August soll die Entscheidung fallen, ob die städtischen Kitas zertifiziert werden.

Bis Mai müssen die Kitas Berholdstraße, Corneliastraße und „Am Tomborn”, die gemeinsam ins Rennen gehen, ihre Bewerbungsunterlagen in Berlin abgegeben haben. Eine anschließende „Begehung” - voraussichtlich nach den Sommerferien - schließt das Qualifizierungsverfahren ab.

Nach der Kita Bergstraße und Franziskusstraße sowie im Verbund die beiden Einrichtungen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) wäre das „Familienzentrum Breinig” das vierte in Stolberg. Mit der Zustimmung käme Stolberg dem von der Landesregierung vorgegeben Ziel näher, bis 2012 zehn Familienzentren einzurichten.

Seit August des vergangenen Jahres wird akribisch daran gefeilt, die Voraussetzungen und Strukturen in Breinig zu schaffen. „Unsere Schwerpunkte liegen in der ganzheitlichen Gesundheitserziehung, Ernährung und Sprachförderung”, verdeutlicht Lotte Münch, Leiterin der Kita Bertholdstraße.

Durch die Kooperation der drei Einrichtungen soll die zusätzliche Belastung auf mehrere Schultern verteilt werden. Die vorhandenen Ressourcen - wie Personal und Platzangebot - werden gemeinsam genutzt. So werden beispielsweise Englischkurse in der Bertholdstraße oder Krabbelkurse in der Corneliastraße angeboten.

Eine Befragung unter den Eltern der Kita-Kinder brachte den Verantwortlichen wichtige Erkenntnisse, wo aktueller Bedarf besteht. „Wir haben die Wünsche der Eltern umgesetzt”, sagt Alexandra Degreif, ehemalige Leiterin der Kita Corneliastraße und jetzige Gruppenleiterin der Kita „Auf der Liester”, die ebenfalls eine Zertifizierung als Einzeleinrichtung erhalten soll. Ein gemeinsamer Elternkaffee soll die Kooperation der drei Kitas weiter verstärken.

„Ich halte es für positiv revolutionär, wenn sich drei Kitas selbstständig zusammenschließen”, verdeutlicht Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Jugendamtsleiter Willi Seyffarth ergänzt, dass die Öffnung nach außen und die Vernetzung die wichtigsten Faktoren der Kooperation seien.

„Zum Wohl der Kinder und Familien sind wir ein gutes Stück zusammengerückt”, hebt auch Rita Micklitz, Leiterin der Kita „Am Tomborn”, hervor. Beispielsweise kämen die Eltern und Kinder der Corneliusstraße zum Englischkurs in die Bertholdstraße und würden sich neugierig in den Räumen der Kita umschauen. Der Austausch untereinander wird dadurch weiter gefördert.

Sollten die Breiniger das Siegel erhalten, soll ein „Tag der offenen Tür” die Vernetzung weiter verstärken. „Ein Familienzentrum ist zusätzliche Arbeit. Der Dank gilt den beteiligten Kollegen”, verdeutlicht Seyffahrt, der gleichzeitig hofft, dass sich durch das positive Beispiel der Breiniger weitere Träger und Einrichtungen finden werden, die sich ebenfalls bewerben wollen.

„Wir brauchen schließlich weitere Zentren.” Eine positive Nachricht kommt bereits aus Mausbach. Die städtische Kita „Rektor-Soldierer-Straße” und der katholische Kindergarten „St. Markus” wollen ebenfalls ein „Familienzentrum” werden.
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