Stolberg - Stolbergs Sternsinger zeigen Stärke

Stolbergs Sternsinger zeigen Stärke

Von: eis
Letzte Aktualisierung:
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Besuch in der Redaktion: Anna Lena Weber, Katharina und Alexander Golinski (v.l.) sind im Gebiet von St. Mariä Himmelfahrt in der Stolberger Innenstadt unterwegs.

Stolberg. Als Sternsinger unterwegs zu sein, ist anstrengend. Mit Pappkrone auf dem Haupt und in lange Gewändern gehüllt, ziehen die Kinder im Stolberger Stadtgebiet von Haus zu Haus, singen christliche Lieder und malen mit Kreide den Segensspruch „20C+M+B+11” auf die Türen - in diesen Tagen um den heutigen 6.Januar, dem Festtag der Heiligen Drei Könige.

„Das ist eine bemerkenswerte Leistung: Die Kinder sind immerhin von 9 bis 17 Uhr - und das an zwei Tagen - unterwegs”, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von St. Lucia. Die Sternsinger von St. Mariä-Himmelfahrt, die zur Großpfarre St. Lucia gehört, sind nur eine von vielen Gruppen, die im Rahmen des Dreikönigssingen entsendet worden sind und mit der Spendenbüchse bei den Stolbergern anklopfen. Bundesweit sind es in diesem Jahr rund 500000 Kinder, die als Sternsinger unterwegs sind.

Trauriger Rekordhalter

Begleitet werden die Gruppen immer von mindestens einem Erwachsenen. Die Sternsinger von St. Mariä-Himmelfahrt betreut an beiden Tagen Theodora Kick, die sich dafür eigens Urlaub genommen hat.

Sternsinger und Erwachsene nehmen die Mühe im Bewusstsein, dass ihre Anstrengungen Menschen in Not zugute kommen, gerne auf sich. Im Fokus der aktuellen Aktion steht Kambodscha in Südostasien. Kambodscha ist trauriger Rekordhalter: Mit etwa 700 Explosionen im Jahr gehört es zu den am stärksten verminten Ländern der Welt.

Kinder mit fehlenden Gliedmaßen und schwersten Verstümmelungen sind darum ein alltägliches Bild in Kambodscha. Die Gelder, die durch das Dreikönigssingen zusammenkommen, werden gezielt für Projekte verwandt, die die Eigenständigkeit behinderter Kinder und Jugendlicher fördern, damit sie später möglichst ohne fremde Hilfe leben können. Dank der bundesweiten Aktion konnten bislang 3000 Projekte in 100 Ländern unterstützt werden.

Sich für Menschen in Not einzusetzen, ist wichtig für die Herzensbildung. In diesem Sinne wurde auch das Motto „Kinder zeigen Stärke” gewählt.

Auch wenn der mit Kreide aufgemalte Segensspruchs durch Wind und Regen längst verblast sein wird, ist der Gedanke des Dreikönigssingen allgegenwärtig. So wird es in Kambodscha durch Minen verstümmelte Kinder geben, die durch die Aktion die Chance auf ein eigenständiges Leben erhalten haben. Auch die Sternsinger werden sich erinnern: An das Gefühl, gemeinsam etwas zu bewirken, das ein Leben lang nachhalten wird.

Der Segensspruch lautet „20C+M+B+11”, kommt aus dem Lateinischen und steht für „Christus mansionem benedicat”. Übersetzt bedeutet dies „Christus segne dieses Haus”, und ist eingerahmt von den aktuellen Jahreszahlen.
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