Stolbergs Stadtparty: Ein Partywochenende setzt Maßstäbe

Von: Dirk Müller
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Kilt statt kurzer Hose? Bei den heißen Temperaturen am Wochenende vielleicht keine schlechte Idee. Der schottische Clan MacKinnon, der in die Kupferstadt gereist war, präsentierte sich auf der Stadtparty mit vielen Informationen, keltischer Musik und noch mehr guter Laune. Foto: D. Müller
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Schon bei der Eröffnung am Freitagabend war der Willy-Brandt-Platz sehr gut gefüllt und die Stimmung großartig, als die Band „Los Meles“ aufspielte.
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Bei dem Schmiedefest rund um die Burg konnten Klein und Groß selbst den Hammer schwingen und das glühende Eisen bearbeiten.
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Die waghalsigen Trial-Vorführungen der Motorsport Interessengemeinschaft Gressenich begeisterten am Bastinsweiher.

Stolberg. Diese Stadtparty hat Maßstäbe gesetzt: Von der Zweifaller Straße bis zur Mühle, in der Altstadt und rund um die Burg erstreckte sich die Stolberger Sause mit einer großen Fülle von Attraktionen. Darunter zahlreiche Neuerungen, die vor allem am verkaufsoffenen Sonntag von tausenden Besuchern genossen wurden.

Etwa am Heinrich-Böll-Platz, wo der Genuss wörtlich zu nehmen war, denn der „Streetfood-Markt“ war eine absolute Bereicherung der Stadtparty: Rund 30 Anbieter lockten mit internationalen Speisen und Snacks, die Düfte waren betörend, und gleich nebenan zog das Programm auf dem Willy-Brandt-Platz immer wieder Gäste an.

Und das bereits am Freitagabend. Selten war eine Eröffnung der Stadtparty so gut besucht, und die Band „Los Meles“ sorgte für großartige Stimmung. Kinder erfreuten sich dort am Samstag besonders an der langen und abwechslungsreichen Show des Kupferstädter Kulturvereins City Starlights, bevor am Abend wie auch am Sonntag wieder Livemusik zum Beispiel von den Blasmusikanten Gressenich erklang. Viel Musik gab es auch am Burghaus und am Alter Markt, wo das Stolberger „H u. S. Musikmanagement“ mehr als zehn Interpreten und damit Country, Pop und Schlager präsentierte.

Auch die Kleinen schmieden

Den jungen Besuchern wurde auch bei dem Schmiedefest an der Burg etwas geboten. Neu war, dass neben dem Kinderschmieden jetzt auch Erwachsene den Hammer schwingen und das heiße Eisen schmieden konnten. In den Reigen der Konzerte stimmten auch die Gaststätten „Piano“ und „Postwagen“ mit ein, wo „Kaluza und Blondell“ beziehungsweise „The smoking Ribs“ auftraten. Vom Willy-Brandt-Platz zog sich eine Kunsthandwerkermeile durch den Steinweg, auf der es vielfältige und auch hochwertige Exponate zu entdecken gab, bis zum Kaiserplatz. Wieder ein neues Element, das die Stadtparty bereicherte.

Der Kaiserplatz war wegen der Umbaumaßnahme diesmal nicht Mittelpunkt der Sause in der City, allerdings dennoch „nicht nur Baustelle“: Eine riesige aufblasbare Rutsche war sehr beliebt bei den Kindern, der schottische Clan MacKinnon präsentierte sich ebenso wie der Heimat- und Geschichtsverein.

Am Samstag belebte ein Kinderflohmarkt den Bereich vor dem Rathaus, und am Sonntag pendelte eine Bimmelbahn vom Kaiserplatz bis zur Mühle. Eine Wegstrecke, die es sich aber durchaus auch zu Fuß zu erkunden lohnte, denn bei der bewährten Automeile blieb es nicht. Die Gäste der Stadtparty passierten schlendernd Kirmesbuden, Kinderfahrgeschäfte, Präsentationen von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Schach- und Schiffsmodellbauclub und mehr auf dem Weg zum Mühlener Markt, wo eine ganze Phalanx von Interpreten Schlager und Stimmungsmusik zum Besten gab und zudem eine Zumba- und eine Trompetenshow das Publikum begeisterten.

Aufgewertete Kindermeile

Deutlich aufgewertet war diesmal auch die Familien- und Kindermeile von der Mühle bis zur Rathausstraße. Der Stolberger Jugendbus und das SKM-Spielmobil waren vor Ort, eine Hüpfburg aufgeblasen, und Fahrgeschäfte für die Kleinen standen bereit.

Ein Clou war der große Menschenkicker, und auch beim Ponyreiten und Traktorfahren konnten die Kinder aktiv werden. Viel Beachtung fanden auch die Vorführungen der Motorsport Interessengemeinschaft Gressenich, deren Aktive die Baustelle am Bastinsweiher für atemberaubende Trial-Vorführungen nutzten. Mit ihren Motorräder fuhren und sprangen sie über Paletten, Wippen, Traktorreifen und sogar über ein Auto. „Unser städtischer Partyplaner Jürgen Gerres hat wieder ein Programm auf die Beine gestellt, das in der Region seines gleichen sucht“, meinte Tim Grüttemeier.

Der Bürgermeister dankte allen Akteuren und Sponsoren und betonte: „Es ist bemerkenswert, wie viele Stolberger sich aktiv bei der Party in ihrer Stadt einbringen.“ Bemerkenswert war die Stadtparty indes in vielerlei Hinsicht: Präsentationen, Programm und Angebote überzeugten mit Vielfalt und Fülle, die innerstädtischen Baustellen im Stolberger „Jahr des Baggers“ taten der Party keinen Abbruch, viele Geschäfte beteiligten sich am verkaufsoffenen Sonntag, das Wetter spielte mit, und die Besucherzahl war besonders am Sonntag sehr stattlich.

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