Stolbergs SPD-Süd will Froschschacht retten

Von: slg
Letzte Aktualisierung:
13454450.jpg
Der Froschschacht im Mausbacher Industriegebiet ist in keinem guten Zustand. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg-Mausbach. Flankiert von einer Tennisanlage und dem Gelände einer Spedition, bewachsen von Efeu und Buschwerk, steht auf der Mausbacher Industriestraße ein Stück Stolberger Industriegeschichte: Der Froschschacht ist das einzige sichtbare Relikt der ehemaligen Erzgrube Diepenlinchen, und er ist in einem desolaten Zustand.

Der Ortsverein Süd der Stolberger SPD möchte sich nun dafür stark machen, dass das Bauwerk restauriert und „im Sinne eines geschichtlichen Denkmals gesichert wird.“ Am Montag haben sich die Ratsfraktionen von SPD und CDU mit dem Thema befasst. Der Antrag wird nun der Stadtverwaltung vorgelegt.

„Ich glaube, es würde schon viel helfen, wenn man den Wildwuchs entfernen würde und vielleicht eine Informationstafel anbringen könnte“, erklärt Toni Grendel, Ratsmitglied für die Sozialdemokraten. Ihm liegt die Sicherung des Froschschachtes am Herzen. „Allzu viel kosten sollte das nicht“, schätzt Grendel. Auch der Mausbacher Paul-Heinz Kaussen wünscht sich, dass der Backsteinbau besser zur Geltung kommt: „Durch die vielen Pflanzen sieht man kaum, um was es sich da handelt.“ Auch er ist der Ansicht, dass der Turm erhalten bleiben muss. „Ich glaube nicht, dass die jüngeren Generationen alle über die Bergbaugeschichte Stolbergs Bescheid wissen.“

Die Erzgrube Diepenlinchen war seinerzeit die größte Grube auf Stolberger Stadtgebiet. Hier wurden vor allem im 19. Jahrhundert Zink- und Bleierze in mehreren Hundert Metern Tiefe gefördert. Zu Spitzenzeiten arbeiteten mehr als 800 Bergleute auf Diepenlinchen. Nach einem Streik 1919, bei dem die Arbeiter für mehr Lohn kämpften, wurde der Betrieb eingestellt.

Der Antrag der Sozialdemokraten ist nicht der erste Versuch, das industriegeschichtliche Bauwerk Froschschacht zu erhalten. Schon vor Jahren gab es in Mausbach Bestrebungen zur Sicherung des Backsteinturms.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert