Stolbergs Schulen machen keine Ferien

Von: Laura Beemelmanns
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Trostloser Anblick in den Sommerferien: Die Grundschule Mausbach wurde püntklich zu Ferienstart in Gitter eingehüllt. Sie wird in der schulfreien Zeit aufwändig saniert. Auch nach den Ferien werden noch Arbeiten vorgenommen werden Foto: Laura Beemelmanns
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Trostloser Anblick in den Sommerferien: Die Grundschule Mausbach wurde pünktlich zum Ferienstart in Gitter eingehüllt. Sie wird in der schulfreien Zeit aufwendig saniert. Auch nach den Ferien werden noch Arbeiten vorgenommen. Foto: Laura Beemelmanns
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Trostloser Anblick in den Sommerferien: Die Grundschule Mausbach wurde pünktlich zum Ferienstart in Gitter eingehüllt. Sie wird in der schulfreien Zeit aufwendig saniert. Auch nach den Ferien werden noch Arbeiten vorgenommen. Foto: Laura Beemelmanns

Stolberg. Die erste Ferienwoche hat begonnen. Daher herrscht in den 19 Schulen Stolbergs momentan Stille, kein Kindergeschrei, keine Unterhaltungen auf dem Schulhof, kein Unterricht, nichts. Könnte man jedenfalls denken.

Ruhig ist es nämlich nicht in allen Schulen. Denn in einigen wird auch in der schulfreien Zeit heftig gewerkelt. Es stehen zum Teil umfangreiche Sanierungsarbeiten auf dem Plan.

„Wir sanieren in zwei Schulen die Warmwasserversorgung. Zum einen im Ritzefeld-Gymnasium und zum anderen in der Hauptschule, die ja zur Sekundarschule wird“, sagt Ulrich Coopmann, Leiter des Hochbauamtes der Stadt Stolberg. Das wird einige Zehntausend Euro kosten. Damit ist es jedoch noch nicht getan. Am Ritzefeld-Gymnasium werden zudem in Teilbereichen die Akustik-Abhangdecken erneuert. „Das muss gemacht werden, weil diese Abhangdecken den Schall schlucken“, sagt Coopmann. In vielen Bereichen sei das schon erledigt, nun folgt in den kommenden fünf Wochen der Rest.

Die Schule wird seit Jahren umfangreich saniert und umgebaut. Dazu gehörten der Erweiterungsbau mit Aula und Klassenräumen sowie die Aufstockung und der Umbau der ehemaligen Pausenhalle zur Mensa. Zudem wurde das Gebäude energetisch saniert und Brandschutzsaniert. Fertiggestellt wurden die letzten Arbeiten im unteren Bereich dann mit dem Konjunkturpaket im Jahr 2011. Insgesamt kostete das Projekt rund 4,8 Millionen Euro. Seit der Planung sind zehn Jahre ins Land gestrichen und nun folgen nur noch Sanierungsarbeiten im Inneren des Gebäudes. „Der Teil, der über die Brücke erreichbar ist, ist von außen fertig. Wenn im Innenbereich alles saniert wurde, wird noch die Beleuchtung erneuert“, sagt Coopmann. Dann ist alles fertig.

Das größte Ferienprojekt ist die Grundschule Mausbach. Sie ist bereits umschlossen von Bauzäunen. Ein Zustand, auf den man viele Jahre wartete. Im Jahr 2011 war bereits ein Sanierungskonzept erstellt worden und als erste Sofortmaßnahme eine Erneuerung der Fenster veranlasst worden. Die weitere dringend erforderliche Sanierung war aber aufgrund der Finanzlage aufgeschoben worden. Nun geht man auch die verbleibenden Maßnahmen für die Schule Im Hahn an: „Die Grundschule wird rundum in der Hülle saniert“, sagt Coopmann. „Mit Ferienbeginn haben wir auch mit den Arbeiten begonnen.“ Es wird zunächst das Dach erneuert. „Die Fassaden und einen Teil der Fensteranlagen haben wir vor zwei Jahren schon erneuert, nun folgt der Rest.“

Das Gebäude wird insgesamt energetisch saniert. So wie es auch beim Ritzefeld-Gymnasium der Fall war. Und die Messwerte dort sprechen für sich. Der Stromverbrauch ist erheblich gesunken. „Früher mussten wir mit 239 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr rechnen, heute sind es nur noch 79“, sagt Coopmann. Ein erfreuliches Ergebnis.

Das Bauprojekt in Mausbach wird auch noch einmal rund eine Million Euro schlucken. Eine Investition, die beim Anblick des maroden Gebäudes dringend nötig ist. Daher wird es auch nicht möglich sein, alle Arbeiten in den Ferien zu erledigen. Baumaßnahmen, die sehr lärm- und störintensiv sind, sollen zwar in den Ferien erledigt werden, alle weiteren Maßnahmen können wohl oder übel erst nach den Ferien fortgesetzt werden.

„Aus den baldigen Arbeiten ergeben sich Arbeiten im Inneren des Grundschulgebäudes. Auch dort müssen die Akustik-Abhangdecken und die Beleuchtung als Folge der Maßnahme erneuert werden. Hinzu kommen entsprechende Malerarbeiten“, sagt Coopmann.

Auch die Toilettenanlage wird komplett erneuert. Das werde sich allerdings über die Sommerferien hinausziehen. Dabei wird der Bereich der Mädchen-Toilette verkleinert zugunsten des Einbaus einer behindertengerechten Toilette.

In den Ferien werden in erster Linie das Dach und die verbleibenden Fenster ausgebessert. „Das sind Arbeiten, die den Schulbetrieb stören könnten und die mit Staub, Dreck und Lärm verbunden sind“, sagt Coopmann. Aber auch nach den Ferien müssen sich die Schüler auf Einschränkungen einstellen. Für die Zeit, in der die Klassenräume nicht nutzbar sind, müssen zwei Klassen vermutlich vorübergehend in die Container umziehen.

Das blüht den Kindergartenkindern nach den Sommerferien nicht. In den Kitas sind nur noch Kleinigkeiten zu erledigen. Es gibt unter anderem eine Maßnahme im städtischen Kindergarten in Zweifall. „Dort wird der Putz an einigen Stellen im Außenbereich erneuert und etwas für den Brandschutz getan“, sagt Coopmann. Gravierend seien die Arbeiten allerdings nicht.

In der Kita in der Franziskusstraße werden Türen erneuert. Auch das sei nichts Großes, sagt Coopmann. „Das gehört zum laufenden Geschäft.“ In den anderen Schulen und Kindertagesstätten werden kleinere Mängel behoben oder einfach nur grundgereinigt. Dazu gehört beispielsweise der Austausch defekter Glühbirnen oder Ähnliches. „Das ist die normale Gebäudeunterhaltung“, sagt Coopmann.

Es gibt aber auch viele Schulen, an denen gar nichts gemacht werden muss. Als besonders erfreuliches Beispiel führt Coopmann die Gesamtschule im Sperberweg auf. „Dort ist alles fertig. Das Gebäude ist saniert und auch der Schulhof ist nun fertig geworden“, sagt Coopmann. Für die meisten Schüler in Stolberg bedeutet das: Jetzt erst mal die Sommerferien genießen und am 20. August wieder in eine frisch sanierte und renovierte Schule kommen.

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