Stolberg - Stolbergs kulinarische Vielfalt sehr appetitlich serviert

Stolbergs kulinarische Vielfalt sehr appetitlich serviert

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
Kupfermeisterkochen BU
Rezeptsammlung, die die Kochkunst der Stolberger widerspiegelt: Ria Bosserhoff, Niko Kääpä und Gabriele Modigell (v.l.n.r.) haben die Gestaltung des Kupfermeister Kochbuchs übernommen. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. „Die in Stolbergs Küchen herrschende Vielfalt hat uns überrascht. Dort werden Gerichte kreiert, die von Fantasie, Individualität und Bekömmlichkeit geprägt sind. Schon beim Erfassen der Texte ist uns das Wasser im Munde zusammen gelaufen”, sagte Gabriele Modigell, die gemeinsam mit Ria Bosserhoff ein 86-seitiges, reich illustriertes Buch erstellt hat, das den Titel „Das Stolberger Kupfermeister Kochbuch” trägt.

Entstanden ist die Idee, ein Kochbuch zu kreieren, - das Werk soll eine in den 1980er Jahren entstandene handschriftliche Veröffentlichung ersetzen - schon im Juni beim Gemeindefest. „Die Resonanz war riesig. Nicht nur Gemeindemitglieder haben ihre Lieblingsrezepte hervorgekramt”, versichert Modigell, die jetzt im Evangelischen Gemeindehaus das ansprechend illustrierte Werk vorgestellt hat.

Angehender Mediengestalter

Die Gestaltung hat der 23-jährige, in Düren beheimatete Finne Niko Kääpä übernommen, der derzeit in einem Stolberger Betrieb eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert. Warum das Kochbuch den Kupfermeistern gewidmet ist, erläuterte Mitautorin Ria Bosserhoff mit dem Hinweis auf die Entwicklung der evangelischen Gemeinde. „Denn sie haben uns nicht nur Sehenswürdigkeiten beschert, sondern auch den Werdegang unserer Gemeinde wesentlich gekennzeichnet.” Auffällig ist, dass die im Kupfermeisterkochbuch veröffentlichten Rezepte nicht nur heimischen Gepflogenheiten entsprechen, sondern auch die Reiselust der Stolberger widerspiegeln. Denn als Herkunftsland der Gerichte sind unter anderem Spanien, Frankreich, Italien und Russland vertreten.

„Schon die Kupfermeister unterhielten zu diesen Ländern Geschäftsbeziehungen. So importierten sie ihr Kupfer aus Skandinavien und exportierten ihre Waren nach Frankreich, Russland und Polen”, erläutert Bosserhoff, die selbst ein aus Belgien stammendes Chicore-Gericht beigesteuert hat. So verrät Bosserhof auf Seite 22 des Kochbuchs, dass man Chicorée nicht nur als Salat, sondern auch als Gemüse zubereiten kann. Dem Bosserhoff-Rezept zufolge werden die in Stücke geschnittenen Chicoréehälften auf dem Grill oder in der Pfanne gebräunt und anschließend mit einem selbst zubereiteten Dressing übergossen. Durch die Zugabe von Serrano-Schinken wird das Gericht verfeinert.

Neben Bosserhoff und vielen anderen Stolbergern - alle Rezeptverfasser sind mit einem Foto abgebildet - hat sich auch Bürgermeister Ferdi Gatzweiler in den Kochtopf blicken lassen. Er gibt auf den Seiten 41 bis 43 ein aus Mittelfrankreich stammendes Rezept preis: „Huhn im Salzmantel”.

Ergänzender Anekdotenteil

Vervollständigt wird die Rezeptsammlung durch einen Anekdotenteil, den die Stadtführer Helmut und Katharina Schreiber, Helma Prössl, Klaudia Penner-Mohren sowie Gerd Rosenbrock mit Geschichten rund um Kirche und Kost angereichert haben. Der Verkaufserlös soll der Anschaffung einer Teeküche für die Finkenbergkirche zu Gute kommen. Ergänzt wird der Buchverkauf - die Auflage beträgt 500 Stück - durch einen im Jahre 2009 produzierten Flaschenwein, dessen Herstellung Bert Bosserhoff übernommen hat. Die Trauben für den Riesling - das Flaschenetikett wird vom evangelischen Posaunenengel geziert - hat Bosserhoff selbst angebaut und auf einem Mosel-Weinberg geerntet. 5,50 Euro kostet die Flasche, der Verkauf dient ebenfalls der Anschaffung der Teeküche.
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