Stolberg - Stolbergs Getreide wird zumeist verfüttert

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Stolbergs Getreide wird zumeist verfüttert

Von: Jürgen Lange
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Silomais, wie hier am Neuenhof, ist die in Stolberg noch am meisten angebaute Ackerfrucht. Die Anbaufläche im Stadtgebiet liegt bei lediglich 153 Hektar. Foto: J. Lange
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Der Schwerpunkt der Landwirtschaft liegt bei 61 Betrieben in der Haltung und Zucht von Rindvieh, wie hier am Brauneberg. Foto: L. Flink

Stolberg. Die Landwirte in Nordrhein-Westfalen bewirtschafteten im Frühjahr 2017 insgesamt 1.049.600 Hektar Ackerland. Wie das Landesamt für Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung mitteilt, bleibt Getreide (608.800 Hektar) mit einem Anteil von 58 Prozent am gesamten Ackerland nach wie vor die bedeutendste Ackerfrucht im Land.

Drei Viertel (458.900 Hektar) des Getreides wurden in Westfalen angebaut.

In Stolberg spielen der Ackerbau im Allgemeinen und der Getreideanbau im Besonderen eine nur untergeordnete Rolle; dabei gelten etwa ein Viertel des Stadtgebietes als landwirtschaftlich genutzte Fläche. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer mit Sitz in Düren beträgt diese Fläche 2494 Hektar (Stand 2013). Mit 2305 Hektar (93 %) werden als Grünland, nur 153 Hektar (7 %) als Ackerland genutzt. Zum Vergleich: In der Städteregion liegt das Verhältnis bei 16.969 (62 %) Weide zu 9940 Hektar (36 %) Acker.

In Stolberg werden vor allem Silomais (35 %), beim Getreide (30 %) in erster Linie Weizen und Ackerfutter (5 %) angebaut. „Die Masse davon dient den Stolberger Landwirten direkt als Viehfutter“, erklärt Jörg Klingenmaier von der Unternehmensberatung Ackerbau der Landwirtschaftskammer. Geernteter Weizen werde zwar oft an landwirtschaftliche Handelsgenossenschaften verkauft, diene aber mehr als Futter-, denn als Brotweizen.

Der Schwerpunkt der Stolberger Landwirte liegt auf der Viehhaltung mit insgesamt 61 Betrieben (Städteregion: 525). Milchvieh halten 17 Höfe mit durchschnittlich 95 Stück Vieh (171/72), Mutterkühe 18 Höfe mit durchschnittlich elf Tieren (123/10). Darüber hinaus werden 24 Pferdehöfe mit 19 Tieren im Schnitt (207/13) betrieben. Fünf Betriebe halten durchschnittlich 16 Schafe ((71/66) und ein Bauernhof in Stolber hält Schweine (ohne Anzahlangaben), in der Städteregion sind es 14 Betriebe mit durchschnittlich 201 Schafen. Die Betriebsgrößen der Stolberger Landwirte liegen durchschnittlich bei 38 Hektar.

Landesweit Winterweizen vorne

Im vergangenen Jahr zählten insgesamt 17 landwirtschaftliche Betriebe in Stolberg zu den Genossen der europäischen Molkereigenossenschaft Arla Foods. Zwölf davon sind Lieferanten. Sie trugen zu dem Rekordergebnis mit Milchlieferungen von rund 12 Millionen Kilogramm bei.

Landesweit gesehen beansprucht der überwiegend als Brotgetreide angebaute Winterweizen mit 265.700 Hektar mehr als ein Viertel (25,3 Prozent) der Ackerfläche und bleibt damit die am häufigsten ausgesäte Getreideart. Wintergerste (138.400 Hektar/13,2 %) ist das am zweithäufigsten auf nordrhein-westfälischen Äckern anzutreffende Getreide. Auf den Plätzen drei und vier folgen Körnermais (100.600 Hektar) und Triticale (66.400 Hektar). Neben diesen vier Getreidearten sind Silomais (182.800 Hektar), Zuckerrüben (61.500 Hektar) und Winterraps (57.900 Hektar) die häufigsten angebauten Kulturen im Land. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der Zuckermarktordnung wurde der Zuckerrübenanbau um 27,1 Prozent ausgedehnt.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, wurden die Anbauentscheidungen der nordrhein-westfälischen Landwirte auch in diesem Jahr durch entsprechende Vorgaben der EU-Agrarreform beeinflusst: Überdurchschnittliche Flächenerweiterungen gab es z. B. beim Anbau von Hülsenfrüchten (+26,5 auf 10.600 Hektar) und Leguminosen zur Ganzpflanzenernte (+19 % auf 5000 Hektar).

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