Stolbergs Frauen helfen sich gegenseitig

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Edith Nolden von der Frauen Union (von links), Heike und Yvonne Mees vom Arbeitskreis Sozialdemokratischer Frauen (AsF), Dina Graetz von den Grünen, Hanne Zakowski (AsF) und Susanne Goldmann gehören zu dem Team, das den Stolberger Frauentag gestaltet hat. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg. Das Frauenwahlrecht, Gleichberechtigung in der Ehe, gleiche Chancen im Arbeitsleben: Es gibt viele Dinge, für die Frauen gekämpft haben seit der Einführung des Internationalen Frauentags, der jährlich am 8. März begangen wird. Aus einer ursprünglich sozialistischen Idee ist längst ein Thema geworden, dessen sich Frauen aller politischen Couleur annehmen – auch in Stolberg.

Das Programm für den 8. März ist unter Federführung der Stolberger Gleichstellungsbeauftragten Susanne Goldmann entstanden, intensiv mitgewirkt haben daran aber auch die Frauen der in der Stadt vertretenen politischen Parteien sowie der Arbeitskreis für Alleinerziehende.

Frauen haben etwas zu erzählen

Das Programm und auch der Veranstaltungsort des Frauentags hat sich in den letzten Jahren immer wieder verändert. War man im vergangenen Jahr noch zwei Tage lang im Zinkhütter Hof zugange, beschränkt sich die Veranstaltung in diesem Jahr auf Mittwochabend. „Wichtig war uns, dass wir die Veranstaltung genau am Weltfrauentag durchführen“, erklärt Hanne Zakowski vom Arbeitskreis Sozialdemokratischer Frauen (AsF), „und unter der Woche muss eben ein Abendprogramm reichen.“

Kurz und knackig kommt das Programm daher: „Kernpunkt wird eine Talkrunde mit Frauen sein, die etwas interessantes zu erzählen haben“, erklärt Susanne Goldmann. Den Organisatorinnen sei wichtig gewesen, verschiedene Aspekte abzudecken, die das Leben der Frauen in der Stadt ausmachen.

Das ist mit der Auswahl der fünf Talk-Gäste gelungen: Funda Tenke ist Friseurmeisterin mit Migrationshintergrund. Ursula Espeter arbeitet als Geschäftsführerin des Vereins Tabalingo. Ruth Butzen hat als Fußballtrainerin und Schiedsrichterin gearbeitet und ist stellvertretende Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses.

Anke Wendel vertritt den Verband alleinerziehender Mütter und Väter, und Marita Matousek ist – unter anderem – für die Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg aktiv und mischt im Stolberger Kulturleben kräftig mit. „Wir sind uns sicher, dass diese Frauen es schaffen können, anderen Frauen Mut zu machen und uns aufzuzeigen, dass man auch als Frau einiges bewirken kann“, sagt Susanne Goldmann.

Gleichzeitig bietet der Frauentag auch die Gelegenheit, darüber zu sprechen, was schon alles erreicht worden ist: „Viele Frauen wissen heute gar nicht mehr zu schätzen, was unsere Vorgängerinnen bereits alles erreicht haben“, sagt Yvonne Mees, Vorsitzende des AsF. Doch das sei nicht so. „Wir können uns nicht einfach zurücklehnen und glauben, es sei nichts mehr zu tun“, ergänzt Dina Graetz von den Grünen. Auch wenn sie selbst in einem Elternhaus aufgewachsen sei, in dem Gleichberechtigung selbstverständlich ist, sei das nicht überall der Fall.

In den vergangenen Jahrzehnten habe sich für Frauen in Deutschland schon vieles bewegt, ist Edith Nolden von der Frauen Union sich sicher. „Doch es gibt auch noch einige Themen, die wir anpacken müssen.“ Dazu gehört für sie vor allem, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn bekommen sollten. „Das ist ein ganz wichtiger Punkt“, findet sie, „denn auch Frauen müssen später von ihrer Rente leben können.“

Und was ist mit den Männern? „Wir haben zum Beispiel in unserer Fraktion offen gelassen, ob die Herren vorbeikommen sollen oder dürfen“, sagt Heike Mees mit einem Augenzwinkern. Die Veranstaltung sei für die Frauen in der Stadt gedacht. Selbstverständlich sei aber auch jeder Mann, der die Frauen unterstützen möchte, willkommen. Auch Kinder dürfen gerne mitgebracht werden.

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