Stolberg - Stolbergs Flutnacht: Wassermassen fließen durch die Keller

Stolbergs Flutnacht: Wassermassen fließen durch die Keller

Von: oha
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Hier sollte einmal ein Oldtimer stehen, doch auch diese Garage wurde „geflutet"
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Die Wassermassen flossen auch am Mittwoch noch ohne Ende nach. Nach den Gründen wird geforscht.
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Wie hier im Haus Nr. 17 standen viele Keller in der Straße Im Hammer auch am Mittwoch noch unter Wasser. Foto: O. Hansen

Stolberg. Das Aufatmen kam zu früh. Während das große Unwetter, das am Dienstagnachmittag über die Region hinweg zog, Stolberg weitestgehend verschonte, setzte das Gewitter, das vor Mitternacht folgte, vor allem in Schevenhütte etliche Keller unter Wasser.

„Alles friedlich“, hatte die Stolberger Feuerwehr noch am frühen Dienstababend verkündet, während die Kollegen im benachbarten Eschweiler zu mehr als 100 Starkregen-Einsätzen ausrücken mussten. Um 23 Uhr war es dann aber auch in Stolberg mit der Ruhe vorbei. Das nächste schwere Gewitter entlud sich über Schevenhütte. In Lamersiefen, Hohlstraße und Im Hammer liefen die Keller voll. Die Feuerwehr rückte mit Kräften aus Schevenhütte, Gressenich, Vicht, Mausbach und Breinig an. Und sollte so schnell auch nicht Feierabend bekommen. Auch am Mittwoch flossen pausenlos regelrechte Sturzbäche über die Grundstücke und durch die Keller in der Straße Im Hammer.

Katrin Weins konnte nur fassungslos mit ansehen, wie sich auch nachmittags noch ein reißender Bach über ihre Terrasse und durch den Keller wälzte. Mit Sandsäcken hatte die Feuerwehr gerade noch verhindern können, dass das Wasser seinen Weg durch das Wohnzimmer des Hauses nahm. Im Keller trieben Waschmaschine und Trockner neben Wäschestücken in der braunen Brühe. Der Versuch, Wasser aus dem Keller abzupumpen, blieb erfolglos, weil ständig neues nachfloss. Auch die Garage stand unter Wasser. Hier hatte die Familie gerade mit Umbauarbeiten begonnen, um hier ihren Oldtimer, einen Mercedes 220 SE, unterzustellen.

Daraus wird nun vorerst nichts. Auch die Ersatzteile für den Wagen und etliche Werkzeugmaschinen, die im Keller gelagert waren, sind zerstört. Wieso die Wassermassen kein Ende nahmen, obwohl sich die Lage am Himmel längst entspannt hatte, gab nicht nur den Feuerwehrleuten Rätsel auf. Auch Fachbereichsleiter Bernd Kistermann suchte für die Stadtverwaltung nach der Ursache.

Die Zuleitung von Niederschlagswasser aus den Straßengräben ringsum zum Wehebach erfolgt über ein Rohr, das unter den Häusern Im Hammer verläuft. In trockenen Sommern bleiben die Straßengräben leer und damit auch das Regenrohr. „Nach stärkeren Regenfällen hörte man schon einmal ein Rauschen im Rohr unter der Erde, nach spätestens drei Tagen war es aber wieder still“, sagt Katrin Weins. Wieso das Wasser am Mittwoch ohne Ende sprudelte, ob wegen eines Wasserleitungsdefekts oder eines verstopften Rohres, war zunächst noch unklar.

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