Stolberg - Stolberger Unternehmen von seiner Kundschaft abgeschnitten

Stolberger Unternehmen von seiner Kundschaft abgeschnitten

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Die Telekom hat den Straßenrand der Zweifaller Straße aufgerissen und ein Stück Kabel erneuert. Bislang ohne großen Erfolg. Der Telefonanschluss von Angelo Frechen bleibt weiter tot. Foto: L. Franzen

Stolberg. Angelo Frechen verliert so langsam die Geduld. Seit fast drei Wochen ist sein Unternehmen an der Zweifaller Straße ohne Telefonanschluss. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Korrespondenz mit der Kundschaft.

Am 16. Oktober wurde Angelo Frechen von der „Katastrophe“ überrascht. Die Telefonleitung war von einer auf die andere Minute tot. Den ersten Hilferuf richtete der Unternehmer an seinen Telefonversorger Vodafone. Der schickte auch einen Techniker raus, um nach dem Fehler in der Hausanlage zu suchen. Schnell war klar: Im Haus ist alles in Ordnung, der Fehler muss in der Zuleitung liegen. Und dafür ist die Telekom zuständig.

Wieder hieß es für Angelo Frechen: warten. Auch die Telekom rückte Tage später mit einem Messtrupp an. Die Diagnose: Der Fehler liegt im Hausanschluss. „Immerhin schien der Fehler gefunden“, blickt Frechen zurück. Doch das war nur auf den ersten Blick richtig. Ein Bautrupp riss die Zweifaller Straße in Höhe der Hausnummer 198 auf, um die entsprechende Telefonleitung frei zu legen und zu reparieren. Ohne Erfolg, das Telefon von Frechens Unternehmen Reidt GmbH blieb tot.

Die Firma erzeugt und verarbeitet Glasmehle und Glasgranulate, die für zahlreiche Anwendungsgebiete benötigt werden. Doch Bestellungen gehen meist telefonisch ein. Da ist es wenig förderlich, wenn der Telefonanschluss des Unternehmens stumm bleibt. Der Internetanschluss sei auch keine Alternative, bedauerte Angelo Frechen am Dienstag im Gespräch mit der Redaktion: „Der funktioniert nur wenige Minuten und ist dann ebenfalls tot. E-Mails kommen dementsprechend auch nicht an und ich kann auch keine verschicken.“

Ärgerlich sei, dass trotz der langen Zeit seit Mitte Oktober noch keine Reparatur des Schadens in Sicht sei, so der Firmenchef. „Alle drei Tage kommt mal einer und macht irgendwas, unter dem Strich kommt aber nichts dabei heraus. Die haben seither fünf Meter Kabel im Boden erneuert. Doch damit die Ursache für den Leitungsschaden nicht gefunden.“ Bei der Fehlersuche sei die Telekom inzwischen auf die Brücke über den Vichtbach gestoßen. Frechen: „Unter der Brücke entlang verläuft das Kabel in einem Leerrohr. Womöglich ist es dort gebrochen.“

Damit das Unternehmen Reidt GmbH nicht völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist, was seine Kontakte angeht, hat die Telekom den Festnetzanschluss auf das Handy von Angelo Frechen umgeleitet. „Telefonate und Faxe kommen jetzt über Handy an“, sagt Frechen. „Das ist besser als nichts. Aber mit dem Handy hat man auch nicht immer Empfang.“ Auf Nachfrage der Redaktion gab es zunächst keine Auskunft zum Fall seitens der Telekom. Man werde den Fall prüfen, hieß es in der Pressestelle.

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