Stolberger Torburg-Museum: Seifepressen ist kinderleicht

Von: Sarah-Lena Gombert
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Mit viel Schwung dreht Leonie aus Wuppertal an der Seifenpresse im Torburgmuseum, um einen Seifenzwerg herzustellen. Foto: S.-L. Gombert

Stolberg. Aufgeregte, helle Stimmen sind im ganzen Treppenhaus des Stolberger Torburg-Museums zu hören. Kinder mit Zettel und Bleistift in der Hand laufen mit leuchtenden Augen von Raum zu Raum, Mama, Papa oder einen anderen Verwandten stets im Schlepptau. Der Andrang beim mittlerweile dritten Türöffner-Tags des Stolberger Torburg-Museums ist riesig, die Veranstalter sind überwältigt.

„Wir sind wirklich alle sehr beeindruckt von dem Ansturm auf unser kleines Museum“, sagt Professor Dr. Roland Fuchs, Vorsitzender des Fördervereins des Museums, am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Mehr als 230 Kinder hatten in diesem Jahr ihr Kommen angekündigt. „Und jedes Kind hat noch mindestens eine Begleitperson dabei gehabt, eher aber drei bis vier“, sagt Fuchs und lacht. Man habe die vielen kleinen Gäste am Tag der Deutschen Einheit nicht zählen können. Aber mehr Kinder als im vergangenen Jahr seien es mit Sicherheit gewesen, mutmaßt der Vereinsvorsitzende.

Angebot wird gut angenommen

Dass das Angebot des Museums so gut angenommen wurde, mag einerseits daran liegen, dass es in Stolberg und darüber hinaus keine weitere Firma oder Institution gibt, die sich in diesem Jahr an der Aktion der „Sendung mit der Maus“ beteiligt hat. Es liegt aber auch ganz sicher an dem abwechslungsreichen, bunten Programm, das sich die Museums-Mitarbeiter überlegt haben.

Wie schon in den Vorjahren stehen die ersten Kinder gleich im Eingangsbereich Schlange, um sich einen „Galminus“-Zwerg aus Seife zu pressen. Galminus ist das Museumsmaskottchen, das im ganzen Museum kindgerecht Wissenshäppchen über Stolberg vermittelt. Behutsam legt einer der Museumsmitarbeiter ein weiches Stück Seife unter die Presse und hilft den Kindern dabei, das schwere Rad der Presse in Schwung zu bringen. „Weißt du, in Stolberg wird viel Seife gemacht!“, sagt eines der Kinder, nachdem es seiner Mutter stolz den Seifenzwerg entgegenhält – Wissensvermittlung auf spielerische Art und Weise, ganz nebenbei.

Was hat es mit Galmei auf sich?

Noch viel mehr als nur Seife gibt es im Torburg-Museum zu entdecken. Das erleben die Kinder bei der „Galminus“-Rallye. An vielen Stellen des alten Gemäuers sind Hinweistafeln versteckt, die es zu finden und zu lesen gilt. Mit welchem Metall beschäftigt sich die Firma Berzelius? Was wird bei Saint Gobain produziert? Und was ist eigentlich Galmei? Auf einem Blatt Papier müssen daraufhin bestimmte Buchstaben zu einem Lösungswort zusammengesetzt werden.

Ist der Zettel korrekt ausgefüllt, geht es wieder zum Museumseingang zurück. Hier bekommen die Kinder zur Belohnung einen Muffin, einen Aufkleber und eine bereits frankierte Postkarte in die Hand gedrückt. Diese soll an einen mit Helium gefüllten Ballon gehängt und dann auf weite Reise geschickt werden, auf dass sie gefunden und per Post wieder ans Museum geschickt wird. „Das haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal so gemacht“, sagt Roland Fuchs. Er und die weiteren neun Helfer haben am Montag alle Hände voll zu tun.

Und so schweben am Montagnachmittag Hunderte bunte Ballons, mit Postkarten versehen, in südöstlicher Richtung von der Stolberger Burg über die Dalli-Werke hinweg in Richtung Eifel. Die Türöffner-Kinder und ihre Familien treten den Heimweg an oder kehren noch in einem der Cafés in der Stolberger Altstadt ein.

„Wir sind schon sehr gespannt, wie weit es die Postkarten schaffen“, sagt Roland Fuchs. In den nächsten Tagen und Wochen rechnet er mit den ersten Rücksendungen.

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