Stolberger THW an der Hochwasserfront

Von: -jül-
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Am Samstag kam für die Aktiven des Technischen Hilfswerks (TWH) in Stolberg der Einsatzbefehl. Foto: B. Daum

Stolberg. Sie hatten schon erwartet, dass der Bundesinnenminister seine „stärkste Truppe“, wie es Hans-Peter Friedrich bei seinem Besuch in Stolberg im vergangenen September formulierte, auch von der Oststraße aus in Gang setzte.

Am Samstagmittag setzte sich ein erster Trupp des Technischen Hilfswerkes in Richtung Sachsen-Anhalt in Marsch, um die bereits eingesetzten Kollegen an der Hochwasserfront in Magdeburg zu verstärken.

Zunächst wurde die Fachgruppe Beleuchtung angefordert, die mit sieben Helfern, ihrem Mannschaftslastwagen und dem Lichtmastanhänger zur Beleuchtungen der Einsatzstellen im Einsatz ist. Am späten Nachmittag wurden auch die beiden Stolberger Bergungsgruppen und die Fachgruppe Infrastruktur alarmiert, um den Aufbau und Betrieb eines Bereitstellungsraumes zu gewährleisten. Gestern Nachmittag waren 20 Helfer mit vier Fahrzeugen aus Stolberg in Magdeburg im Einsatz. 

Neben dem Ortsbeauftragten Wolfgang Geicht ist außerdem der Kreisbeauftragte, Fachberater und Hochwasserexperte Thomas Johnen aus Büsbach, zur Unterstützung des Leitungs- und Koordinationsstabs des Landesverbandes NRW tätig. Neben den ehrenamtlichen Helfern des  Ortsverband Stolberg sind aus dem Geschäftsführerbereich Aachen auch die Ortsverbände Euskirchen, Düren, Schleiden und Herzogenrath im Einsatz in den Hochwassergebieten. Wie lange das Engagement in Sachsen-Anhalt andauern wird, konnte der stellvertretende Ortsbeauftrage gestern Nachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung noch nicht abschätzen. „Die Lage ist ständig in Bewegung“, Ralf Flöhr, „und das Wasser ist ja auch nicht plötzlich weg.“

Nachdem am Samstag noch 3500 Spezialistinnen und -spezialisten des THW aus dem gesamten Bundesgebiet rund um die Uhr in den Katastrophenregionen im Einsatz waren, meldete die Bundesanstalt des THW gestern Abend, dass mittlerweile rund 6000 THW-Kräfte in allen Hochwassergebieten zwischen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz sind. Alleine in Magdeburg wurde das Kontingent der freiwilligen Helfer gestern auf rund 2200 verdoppelt.

Neben Deichsicherungsarbeiten und Sandsackverbau bilden technische und logistische Unterstützungsleistungen, wie etwa das Ausleuchten der Einsatzstelle durch die Stolberger Fachgruppe den Schwerpunkt der Arbeit des THW. Gestern Abend rückte der Scheitelverlauf der Elbe immer weiter vor. Durch das Aufeinandertreffen der hohen Abflüsse von Elbe, Saale und Mulde liegen die erwarteten Pegelstände weit über den Verhersagemodellen. Sicher ist allerdings: Rund eine halbe Million Sandsäcke werden momentan nach Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern geliefert. Und auch vor den Stolberger THW-Helfern liegt noch jede Menge Arbeit.

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