Stolberger Tennisvereine machen Anlagen fit für Freiluftzeit

Von: Jürgen Lange
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Mannschaftsarbeit: Zu Beginn jeder Saison müssen die insgesamt 16 Plätze der vier Stolberger Tennisclubs saniert werden; das ist auch ein erheblicher Kostenfaktor. Foto: J. Lange

Stolberg. Es sind gut und gerne 50 Tonnen rotes Ziegelmehl, die in diesen Tagen fein säuberlich in Stolberg verteilt werden. Nach einer Faustregel benötigt man rund drei Tonnen Asche pro Platz – mal etwas mehr, mal etwas weniger, je nachdem was die Wintermonate und ihre den Spielfeldern abverlangt haben.

Immerhin nennen die vier Stolberger Tennisvereine 16 Plätze im Stadtgebiet ihr Eigen. Jüngster Besitzer eines eigenen Spielfeldes ist der TC Breinig. Im Februar hatte die Mitgliederversammlung zugestimmt, den auf einem privaten Grundstück an der Schützheide liegenden Platz für zunächst drei Jahre anzupachten. Bisher waren die Breiniger der einzige Club im Umland, die keinen eigenen Platz nutzen konnten.

Vor einem Dutzend Jahren hatten sie sich noch Hoffnungen gemacht, gemeinsam mit den Plänen des Spielvereins Breinig für den Sportpark mit Kunstrasenplätzen auch eine Tennisanlage unterbringen zu können. Diese Überlegungen hatten sich damals aber frühzeitig zerschlagen. Nun liegt ihre Anlage in einem Garten an der Zufahrt zum Fußball-Sportpark.

Die Nase vorn bei den Saisonvorbereitungen haben Cracks vom Stolberger SV. Schon vor drei Wochen haben die Mitglieder angepackt, um die vier Plätze an der Industriestraße fit für die Saison zu machen. 1986 wurde in Mausbach der Aufbau der Platz- und Clubanlage begonnen, nachdem sich drei Jahre zuvor die Tennisspieler als Abteilung innerhalb des mittlerweile zum FC Stolberg fusionierten Fußballvereins gebildet hatten. Ab Samstag darf beim SSV der Filzball geschlagen werden.

Einen Tag später dürfen auch die Mitglieder des TC Zweifall loslegen; sie könne im kommenden Jahr auf das 40-jährige Bestehen ihres Vereins blicken. Nachdem die 67 Gründungsmitglieder zunächst im Solchbachtal eine Heimat aufbauen wollten, was aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes scheiterte, fand der Club in der Finsterau seine Heimat, wo neben dem Heim seit 1988 vier Plätze zur Verfügung stehen.

Von seiner Keimzelle getrennt hat sich vor zehn Jahren der TC Blau-Weiß. Die Stadt verwandelte den von ihr angepachteten Platz 1 an der Nordseite der Straße „Hammerberg“ in Bauland, während die Stolberger Tennisspieler sich auf die sieben Spielfelder am Clubheim an der Südseite des Hammerbergs konzentrierten. Der Nummerierung ihrer Plätze blieben die Blau-Weißen treu, so dass es Platz 3 ist, dem ihr Augenmerk in diesem Jahr am meisten gilt.

Er liegt in exponierter und niedrigster Lage an dem Hang, so Wasser, Laub und Schatten des angrenzenden Waldes Asche und Untergrund am meisten in Mitleidenschaft gezogen haben. Dort werden es wohl mehr als die durchschnittlich drei Tonnen Asche sein, die neu eingebaut werden müssen.

Derzeit laufen die Arbeiten, um die gesamte Anlage am Hammerberg für den Beginn der Medenspiele am 2. Mai sowie des größten Ereignisses im Clubleben, die mittlerweile „3. Stolberg Open“ vom 6. bis 20. August auf dem Hammerberg, startbereit zu machen. Eigens um einen Tag von Freitag auf Samstag, 23. April, verschoben hat der TC Blau-Weiß seine Saisoneröffnung.

Am Vorabend findet der Stolberger Sportlerball statt, bei der auch die wiederholt in die Oberliga, der höchsten Amateurklasse, aufgestiegenen Herren 65 in der Runde der letzten drei Teams für die Sportlerehrung zu finden sind.

Zu finden sind insgesamt 32 Mannschaften der vier Stolberger Vereine in den unterschiedlichen Spielklassen des Tennisverbandes Mittelrhein. Eine Herren- und eine Damenmannschaft des TC Breinig treten im Hobbybereich an.

Beim TC Zweifall sind dort zwei Damen-Teams zu finden und zudem zwölf Mannschaften, die in den Ligabetrieb eingreifen. Darunter befinden sich vier Jugendmannschaften, die bis zur 2. Bezirksliga antreten sowie als höchstes Team die Herren 65, die als Vierermannschaft in der 2. Verbandsliga aufschlagen.

Mit Juniorinnen, Knaben und drei Hobby-Mannschaften ist der Stolberger SV in dieser Saison ebenso unterwegs wie mit neun weiteren Mannschaften im Liga-Betrieb. Vorzeigeteams von der Industriestraße sind dabei die Herren 30, 50 und 65 (als Viererteam), die in der 1. Bezirksliga antreten.

Zweimal 1. Verbandsliga und zweimal 2. Verbandsliga nennt der TC Blau-Weiß an den Spitzenpositionen. Herren 50 und Herren 65 (4-er) sowie Damen 40 und Herren 30 zählen zu den Aushängeschildern. Zudem sind unter den insgesamt 14 Mannschaften drei Jugend- und drei Hobby-Teams zu finden.

Alle Stolberger Vereine sind intensiv bemüht um Spieler-Nachwuchs – Jugendliche ebenso wie Erwachsene – und bieten dazu unterschiedliche Anreize, angefangen von Schnupperkursen und individuellen Beitragssätzen bis hin zum Engagement in der Ganztagsbetreuung von Grundschulen.

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