Stolberger Tafel hat neues Ladenlokal im Visier

Von: Ottmar Hansen
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Stolberg. Der Verein Stolberger Tafel zieht um. Das derzeit genutzte Ladenlokal an der Eschweiler Straße 25 ist zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Der Vereinsvorstand steht deshalb in Verhandlungen mit einem Immobilienbesitzer, der neue Räume zu günstigen Konditionen vermieten will.

In den kommenden Tagen werde man wohl zu einem Abschluss kommen, zeigt sich Tafelvorsitzender Thomas Schellhoff, zuversichtlich. „Wir sind an einem bestimmten Objekt interessiert. Die Gespräche mit dem Eigentümer sind sehr viel versprechend“, sagt Schellhoff auf Nachfrage. Das momentane Ladenlokal der Tafel sei schon ziemlich herunter gekommen. Schellhoff: „In den Räumen des Altbaues zieht es wie Hechtsuppe. Außerdem verfügen wir derzeit nur über ein Kühlhaus.“

Um die Verhandlungen nicht zu gefährden, will der Vorsitzende noch nicht verraten, um welchen konkreten Standort sich die Tafel derzeit bemüht. Fest steht jedenfalls, dass die Ausgabestelle für Lebensmittel an Bedürftige wieder im Bereich der Mühle liegen wird. „Das Ladenlokal wird verkehrsgünstig gelegen und gut zu erreichen sein“, so Schellhoff. Und wesentlich größer sein als das derzeitige. Mit zwei bis drei Kühlhäusern. Das Objekt werde zeitgemäß isoliert sein. Die Auswahl sei getroffen, bleibe die Frage, wann die Tafel das neue Domizil beziehen könne.

Schellhoff dankt in diesem Zusammenhang der Stadtverwaltung, die bei der Auswahl von Immobilien geholfen habe. Die Experten im Rathaus hätten die Mietobjekte jeweils bautechnisch überprüft. Schellhoff setzt auch auf die Hilfe der Stadt, wenn es um Sonderparkrechte für die Lieferfahrzeuge der Tafel geht. Die Tafel wird auch weiterhin mit zwei Kühltransportern die gestifteten Lebensmittel bei den Händlern abholen. Allerdings will der Verein eines der beiden Fahrzeuge, das bereits neun Jahre alt ist, abstoßen und ein neueres anschaffen.

Ihre Hilfe beim Kauf des Wagens hätten bereits Rotary-Clubs und Lions-Clubs aus der Region zugesagt. „Die Ware muss ja frisch bleiben. Deshalb darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden“, sagt Thomas Schellhoff. Auch wenn das neue Ladenlokal noch nicht endgültig angemietet ist, die neue Einrichtung gibt es bereits. Schellhoff: „Geschäftsleute aus Büsbach, die ihren Supermarkt unlängst geschlossen haben, haben uns ihre Regale überlassen.“ Die Zusammenarbeit mit den Stolberger Geschäften verlaufe weiter hervorragend, lobt der Vorsitzende.

Die Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum in der Regel noch nicht abgelaufen sei, erhalte der Verein von den Geschäften kostenfrei. Er gebe sie gegen einen geringen Geldbetrag weiter, von dem Miete, Strom und Fahrzeuge gezahlt würden. Um dieses Prinzip weiter fortführen zu können, sei die Tafel auch auf Geldspenden angewiesen.

Die Tafel gibt nur Lebensmittel heraus, was die Abgabe von Kleidung oder Ähnlichem angeht, arbeitet der Verein mit dem Sozialkaufhaus der WABe zusammen. Die Bedürftigkeit der „Kunden“ muss jeweils von Sozialamt und Jobcom nachgewiesen werden. Schellhoff: „Die Einkommensverhältnisse werden scharf überprüft.“

Inzwischen gehören auch Flüchtlinge, die einen Asylantrag gestellt haben, zu den Beziehern der Lebensmittel. Um auch diesen Menschen die Arbeitsweise der Tafel klar zu machen, hat der Verein Broschüren bereits in verschiedenen Sprachen auflegen lassen. „Wir freuen uns über jeden, der unsere Flyer etwa in syrisch oder irakisch übersetzt und uns bei Sprachproblemen unterstützt“, versichert Schellhoff. „Ansonsten geht es bei uns eben über Zeichensprache, die ist schließlich international.“

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