Stolberger Stadtverwaltung zeichnet Irene Tilly aus

Von: slg
Letzte Aktualisierung:
13893678.jpg
Irene Tilly (Mitte) und Silvia Kluge mit Bürgermeister Tim Grüttemeier (von links), Robert Voigtsberger und Sebastian Heyn. Foto: L. Otte

Stolberg. Ein Ort, an dem Kinder zwar selbstständig, und doch unter pädagogischer Aufsicht toben, spielen, sich ausprobieren und Erfahrungen sammeln können: Das ist für Irene Tilly, die am Stolberger Berufskolleg Erzieher ausbildet, ein Abenteuerspielplatz.

So etwas sollte es auch in Stolberg geben, findet Tilly. Für diesen Vorschlag ist sie von der Stadt Stolberg nun im Rahmen von „Zwölf Monate, zwölf Ideen“ ausgezeichnet worden. Das „familienfreundliche Jahr 2016“ hat damit offiziell seinen Abschluss gefunden.

„In der heutigen Gesellschaft sind Kinder schon sehr früh einem enormen Leistungsdruck ausgesetzt“, sagt Irene Tilly. Selbst das Spielen in Kindertagesstätten baue häufig auf einem Leistungsprinzip auf. Menschlichkeit und Kreativität gingen dadurch verloren.

„Auf einem Abenteuerspielplatz lernen Kinder Selbstbewusstsein und den Umgang miteinander, auch über kulturelle oder körperliche Grenzen hinweg“, sagt Tillys ehemalige Schülerin Silvia Kluge. Solch ein Spielplatz, für den es in ihren Augen nicht mehr als Platz, Wasser zum Matschen und ein paar Bretter zum Buden bauen braucht, sei ganz im Sinne der Inklusion.

„Für so ein Projekt muss natürlich erst einmal die geeignete Fläche gefunden werden“, sagt Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier. Denkbar seien unter anderem Areale im südlichen Stadtgebiet, in Zweifall oder Venwegen, Auch über eine Anlage nahe dem Neubaugebiet „Stadtrandsiedlung“ könne man sprechen.

„Möglich wäre auch, einzelne Elemente eines Abenteuerspielplatzes an unterschiedlichen, bereits existierenden Plätzen zu implementieren“, regt Sebastian Heyn vom Stolberger Jugendamt an. Jetzt will erst einmal sich die Verwaltungsspitze über die Umsetzbarkeit des Projekts austauschen. „Wir werden aber, wie auch bei den anderen Projekten, stets mit der Ideengeberin in engem Kontakt bleiben“, erklärt Robert Voigtsberger, Erster Beigeordneter und Sozialdezernent der Stadt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert