Stolberg - Stolberger Stadtverwaltung: Endlich wieder Beförderungen

Stolberger Stadtverwaltung: Endlich wieder Beförderungen

Von: -jül-
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Stolberg. „Ich bin nahezu euphorisch“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Personalrats der Stadtverwaltung. Wer seine umsichtige Art kennt, kann ahnen, wie bewegt Frank Gilles sein muss.

Seit 20 Jahren ist der Gewerkschafter Beamter in der kommunalen Verwaltung der Kupferstadt. „Jetzt erlebe ich die erste Runde von Beförderungen, die der reinen Lehre entspricht“, erklärt Gilles.

Der jahrelang währende Beförderungsstau im Rathaus sei abgebaut, und die finanzielle Lage erlaube die Rückkehr zu einer Normalität, wie sie das Komba-Mitglied in zwei Jahrzehnten nicht kennenlernen konnte.

Nun stehen gleich fünf Direktoren-Positionen nach A15 zur Besetzung an, wenn, wie erwartet, der Stadtrat am Dienstag der einstimmigen Empfehlung des Personalausschusses folgt und die vom Bürgermeister vorgeschlagenen insgesamt 14 Beförderungsstellen absegnet.

Die Beförderungen machen ein finanzielles Volumen von 35.000 Euro aus, womit Tim Grüttemeier unter dem Limit des mit 50.000 Euro im Etatentwurf angesetzten Beförderungsbudgets bleibt. Neben den fünf Führungsstellen sind weitere neun Beförderungen vorgeschlagen: zwei Stellen nach A 14 (Oberverwaltungsrat), je eine nach A 12 (Amtsrat) und A 11 (Amtmann), zwei nach A 9 (Inspektor) mittlerer Dienst und eine mit Amtszulage. Zudem sind bei der Feuerwehr eine Stelle nach A 9 und zwei nach A 8 (Oberbrandmeister) vorgesehen.

Die Stellen werden vom Verwaltungschef den Organisationseinheiten zugewiesen. Beamte können sich dann für die Beförderungsstelle bewerben.

Rechtskraft erlangt die neue Eingruppierung mit der Übergabe der Beförderungsurkunde. Bei den A-15-Stellen soll dies aufgrund laufbahnrechtlicher Bestimmungen bei potenziellen Kandidaten nicht vor dem 1. Januar 2018 geschehen.

In wie weit Frauen bei den Beförderungen zum Zuge kommen können, wie Dina Graetz (Grüne) nachfragte, hänge demnach von einer Bewerbung einerseits und andererseits der Erfüllung der beamtenrechtlichen und fachlichen Qualifikationen ab, so der Bürgermeister.

Marc Delzepich (CDU) hob hervor, dass mit den neuen Beförderungen wieder dem Leistungsprinzip gefolgt werden könne, was zuvor aus finanziellen Gründen, so Dieter Wolf nicht möglich war. „Die Beförderungen sind längst überfällig gewesen“, so der SPD-Politiker.

„Lob, Dank und Anerkennung“, gab‘s dann auch vom Personalrat für Verwaltungsführung und Ausschussmitglieder.

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