Stolberger Spielleute messen sich mit den Besten

Von: Dirk Müller
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Das Geheimnis der Leistungssteigerung: viel kontinuierliche Arbeit mit Profi Remy Wolfs (l.). Foto: D. Müller

Stolberg. 2014 wird ein besonderes für den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr. Und das nicht nur wegen des 110-jährigen Bestehens, das der Verein mit einem Konzert im Mai feiert, wie Zugführer Rainer Peitsch erklärt: „Der Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen hat uns für die Deutsche Meisterschaft der Feuerwehrmusik nominiert.“

So wird sich das Stolberger Ensemble im Oktober im hessischen Bad Schwalbach mit den besten Deutschlands messen – als einziger Spielmannszug aus NRW. Eine rasante Entwicklung für die 45 Musiker, denn bei den Landungswertungsspielen, die 2011 in der Kupferstadt stattfanden, spielten sie noch in der Mittelstufe.

Seinerzeit reichte es mit 83 Punkten für einen fünften Platz im Land. „Im letzten Jahr sind wir bei den Landeswertungsspielen aber in der höchsten Spielklasse, der Oberstufe, angetreten“, beschreibt Peitsch. Eine Klasse höher erreichte der Spielmannszug dabei 95 von 100 maximal möglichen Punkten und damit die Goldmedaille und das Prädikat „hervorragend“.

Das Geheimnis dieser enormen Leistungssteigerung verrät der Zugführer gerne: „Dahinter steckt viel kontinuierliche Arbeit mit unserem professionellen Dirigenten Remy Wolfs.

Der nimmt uns ganz schön ran, und das zahlt sich aus.“ Bereits 2009 konnte der Kupferstädter Spielmannszug einen großen Erfolg feiern: In Celle gewannen die Instrumentalisten den Deutschen Vizemeistertitel der Feuerwehrmusik. „Wir lagen nur 1,5 Punkte hinter dem Deutschen Meister. Und 2009 waren wir meiner Meinung nach nicht auf dem guten Stand, auf dem wir heute sind“, meint Peitsch.

Was die Erfolgsaussichten in diesem Jahr angeht, bleibt er dennoch zurückhaltend: „Die Konkurrenz schläft ja nicht, und wir müssen erst mal hören, wie gut die anderen sind. Eines steht aber jetzt schon fest: Als einziger Spielmannszug aus NRW an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu können, ist für uns schon ein Riesenerfolg.“

Wer im Herbst auf Bundesebene um den Titel mitmusizieren möchte, sei herzlich eingeladen, sich dem Spielmannszug anzuschließen. „Um in Bad Schwalbach mitzuspielen, sind natürlich Vorkenntnisse auf Quer- oder Piccoloflöte beziehungsweise auf Stabspielen nötig.“

Grundsätzlich seien aber auch Anfänger jedes Alters in dem Verein willkommen, betont Peitsch. „Die Nachwuchsarbeit ist uns sehr wichtig, wie die 26 Kinder und Jugendlichen im Ensemble beweisen.“ In der Donnerberger Grundschule leitet der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr zudem eine Flöten-AG, um Kinder an die Musik heranzuführen.

„Dass wir derzeit aktive Musiker im Alter von 8 bis 67 Jahren in unseren Reihen haben, macht uns wirklich stolz“, sagt der Zugführer, der auf das Repertoire des Vereins verweist: „Die Zeiten, in denen Spielmannszüge fast nur Marschmusik gespielt haben, sind längst vorbei – bei uns jedenfalls.“

Zwischen irischen Traditionals tummeln sich Titel aus Rock und Pop wie „The Final Countdown“ von „Europe“ oder „Eye of the Tiger“ der Band „Survivor“, bekannt aus einem „Rocky“-Film. „Mission impossible“ steht genauso auf dem Programm wie Gospel à la „Oh happy Day“, Oldies wie „Always on my Mind“, Melodien aus Musicals und Operetten sowie die „klassische“ Marschmusik.

„Es soll für jeden etwas dabei sein, das gilt sowohl für die Zuhörer, als auch für die Aktiven. Schließlich freuen wir uns über jeden, der zu uns kommt: Anfänger oder Fortgeschrittene ab sechs Jahren – die Altersgrenze ist nach oben hin offen – sind uns als Aktive willkommen, und spielen möchten wir am liebsten für ein Publikum aus allen Generationen“, fasst Peitsch zusammen.

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