Stolberger Shisha-Bars: Lüften ist des Rauchers Sicherheit

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Der Qualm von Shishas und ihrer Kohle kann gefährlich sein: Die Stadt kontrollierte die Kohlenmonoxid-Konzentration in Stolberger Shisha-Bars.
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Im Rahmen ihres Einsatzes gingen Mitarbeiter des Ordnungsamtes auch gegen Falschparker in der Fußgängerzone vor. Dabei wurden auch Abschleppwagen eingesetzt. Foto: J. Lange

Stolberg. Auf die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen in der Gastronomieszene legt die Stadt Stolberg mittlerweile besonderen Wert. Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten in der Nacht zum Samstag ein gutes halbes Dutzend Lokale. Schwerpunkt diesmal war der nicht ungefährliche Gehalt an Kohlenmonoxid (CO) in der Luft in Shisha-Bars in der Innenstadt.

In Shishas wird eine spezielle Wasserpfeifenkohle verwendet, um den Tabak zu erhitzen. Vor allem bei der Vorbereitung der Rauchgeräte entstünden Verbrennungsprodukte wie Kohlenmonoxid: ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, welches durch die menschlichen Sinnesorgane nicht wahrgenommen werden kann.

Zuletzt Mitte Januar waren Shisha-Bars und Spielcasinos in der Innenstadt das Ziel einer großangelegten gemeinsamen Kontrollaktion der Ordnungsbehörden. Rund 50 Beamte der Polizei, des Zolls, des Ordnungsamtes und der Polizei kontrollierten die Einhaltung der ordnungsbehördlichen und steuerrechtlichen Vorschriften sowie des Brandschutzes. Verstöße wurden angezeigt, unversteuerter Tabak beschlagnahmt.

Im akzeptablen Bereich

Diesmal richtete sich das Augenmerk des Ordnungsamtes auf Messungen des Kohlenmonoxid-Gehaltes. Den sechs Mitarbeitern des Ordnungsamtes leisteten drei Feuerwehrleute technische Unterstützung. Zudem begleiteten im Rahmen der Ordnungspartnerschaft zwei Polizeibeamte den Einsatztrupp. „Die Messergebnisse lagen alle im akzeptablen Bereich“, bilanzierte auf Anfrage unserer Zeitung Sven Poschen, Abteilungsleiter beim Ordnungsamt, das in dieser Nacht sechs Shisha-Bars kontrolliert hat.

Bei drei Lokalen lag der gemessene Wert „deutlich unter 60 ppm“. Dieser Wert gilt als mittlere Warnstufe für einen Kohlenstoffmonoxid-Gehalt in erhöhter Konzentration, der man – aber nur kurzzeitig – ohne gesundheitliche Gefährdungen ausgesetzt sein kann. So sagen es zumindest die einschlägigen Richtlinien.

Allerdings ergaben in zwei Lokalen die Messungen einen Wert von rund 60 ppm. „Durch das Lüften der Lokale konnte der Wert kurzfristig deutlich gesenkt werden“, berichtet Poschen. In einer weiteren Shisha-Bar lag der Kohlenmonoxid-Gehalt im Gastraum zwar nur in geringer Konzentration vor, aber im anliegenden Zubereitungsraum für die Wasserpfeifen war der Wert zu hoch. Auch in diesem Fall wurde der Betreiber zum Lüften aufgefordert.

„Stadt kann nicht verbieten“

„Alle Betreiber wurden zudem über die Gefahren des geruchlosen Giftes aufgeklärt und zu regelmäßigem Lüften aufgefordert“, erklärt das Ordnungsamt. Zudem wurde der Einsatz von CO-Warngeräten und Lüftungsanlagen empfohlen. Zwei Betreiber erhielten zudem zusätzlich eine Vorladung ins Ordnungsamt zwecks intensiverer Gespräche.

„Als Stadt haben wir keine Handhabe, Shisha-Bars zu verbieten“, erklärt Tim Grüttemeier. Städtebauliche Regelungen, die die Kommune selbst in der Hand habe, würden nicht greifen. „Wir dürfen nur kontrollieren, ob die einschlägigen Vorschriften von Bauordnung, Brandschutz, Jugendschutz und Gastgewerbe eingehalten werden; und das machen wir auch konsequent“, sagt der Bürgermeister und verweist auf Landes- und Bundesgesetze.

So sei die Eröffnung einer Shisha-Bar ohne Alkoholausschank lediglich anzeigepflichtig. Eine Genehmigung müsse dann an der Einhaltung der Vorschriften der Bauordnung sowie der Voraussetzungen für eine Gewerbeanmeldung geprüft werden.

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