Stolberg - Stolberger Schülerin als Ansprechpartnerin für alles

Stolberger Schülerin als Ansprechpartnerin für alles

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Stolberg. Die unterrichtsfreie Zeit verbringen viele Kinder bei Ferienspielen. Eine Betreuerin war Tabea Marx vom Ritzefeld-Gymnasium. Sie leitete in der „Zirkus-Freizeit“ einen Jongleurkurs für Kinder von sechs bis zwölf Jahren.

Die Kinder, die manchmal sogar aus Frankreich, Holland und Belgien zu der Freizeit kommen, konnten sich in dieser Woche für eine Zirkusgruppe entscheiden- Akrobaten (mit Schwebebalken), Clowns, Jongleure, Zauberer, Einradfahrer und Fakire.

Die Kinder erlernten, meist ohne Vorkenntnisse, Kunststücke und Tricks, beispielsweise bei den Fakiren Feuerspucken und –schlucken, sich auf Scherben und Nagelbrett zu stellen, und übten in den Gruppen in den ersten Tagen vormittags und nachmittags je zwei Stunden ihre Tricks und Choreographien ein, in den letzten beiden Tagen standen Manegen-und Generalprobe für die große Gala im großen Zirkuszelt an, zu der auch die Eltern eingeladen waren und die den Abschluss der Freizeit darstellte.

„In der freien Zeit gingen wir auf den Spielplatz, spielten Spiele im Freien, bastelten, es wurde eine Nachtwanderung im Moor in der Nähe gemacht, eine Monsterparty im Diskokeller sowie ein Filmeabend und eine Talentshow, an der jeder teilnehmen und Preise gewinnen konnte, veranstaltet“, blickt Tabea Marx auf eine ereignisreiche Zeit zurück.

„Meine Gruppe bestand aus insgesamt zwölf Kindern, die Teller andrehen, das Jonglieren mit Tüchern und Pois und Diabolo spielen erlernten.“ Die Teilnehmer konnten überraschenderweise nach nur einer Woche schon das Diabolo hochwerfen und wieder auffangen, drei verschiedene Weltreisen, es über den Fuß springen lassen, ein Hexenhäuschen bauen und mit dem Teller eine Standwaage machen, ihn unter Bein und um Körper führen, hochwerfen und mit der anderen Seite des Stockes auffangen, ihn auf einem Finger balancieren und sogar mit gleich fünf Tellern auf einmal jonglieren- je zwei in jeder Hand und einer im Mund balanciert.

Ein siebenjähriger Junge, der im Rollstuhl saß, spielte beim Üben und dem Auftritt auf Krücken, mit Begeisterung und Freude mit. Auch einige Kinder aus Pflegefamilien waren dabei. Da die Kinder eine Woche lang ohne Eltern, teilweise zum ersten Mal, von zu Hause weg waren und zusammen lebten, kümmerten sich die Betreuer auch um das Alltagsleben. Sie weckten die Kinder vor dem Frühstück um 8 Uhr, brachten sie ins Bett, füllten Getränkeflaschen auf, schauten, dass die Kinder genug aßen und tranken.

Konflikte mussten gelöst werden, Streit geschlichtet, Probleme besprochen, besonders bei Heimweh wirksam getröstet- man war Ansprechpartner für alles. „Wir hatten also die ganze Zeit über alle Hände voll zu tun und dabei dennoch eine Menge Spaß“, sagt Tabea Marx. „Mit den Kindern und den anderen Betreuern zu reden, zu spielen, zu toben, zu lachen und Tricks auszutauschen hat mich wieder in die Zeit zurückversetzt, in der ich selbst als Kind, insgesamt drei Mal, bei der Zirkusfreizeit mitgemacht habe.“

Einige der Kinder hatten wohl nicht erwartet, dass die Stolbergerin mit 15 Jahren als Betreuerin dabei sein würde. So wurde sie öfter gefragt: „Hast du schon Kinder?“. Die Gegenfrage lautete: „Sehe ich schon so alt aus?“ Das wurde dann ganz selbstbewusst bejaht. Der Schluss der Stolbergein: „Als Betreuein hatte man so viel zu tun und so viel Verantwortung, dass man in der Zeit um ein ganzes Stück selbstständiger wurde.“

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