Stolberger Schiffmodellclub feiert bemerkenswerten Saisonabschluss

Von: Jan Schlegelmilch
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Auch Kai Zimmermann machte mit beim Eindocken und ließ noch einmal sein Schiff „Paula III” zu Wasser. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Zugegeben: Mit dem Lichterfestival von „Rursee in Flammen” war es nicht vergleichbar. Aber für Stolberger Verhältnisse war das Farbenspiel, das sich am Wochenende auf dem Bastinsweiher darbot, ein wohl einzigartiges Spektakel.

Beim „Eindocken” - dem offiziellen Saisonabschluss des Schiffmodellclubs (SMC) Stolberg - tummelten sich etliche kleine Boote und Schiffe auf dem Weiher in der Stadtmitte und zeigten mit ihrer Beleuchtung in der abendlichen Dunkelheit kunstvolle Momente auf der Wasseroberfläche.

„Wir haben den Termin gewählt, um den Besuchern die Schiffe mit Beleuchtung zu präsentieren. Das kommt einfach besser rüber”, weiß auch Peter Vehreschild, Vorsitzender des SMC Stolberg, um den Effekt der beleuchteten Miniaturschiffe. Um darüber hinaus weitere Besucher anzulocken, konnten Kinder und Erwachsene wie schon beim Stadtfest gegen ein geringes Entgelt selbst ans Steuer und das Kapitänspatent erwerben.

Kapitänspatente vergeben

Besuch mit Kapitänspatent erhielten die Stolberger Modellbauer ebenfalls. Zum „Eindocken” hatte der SMC befreundete Vereine aus der ganzen Region eingeladen, neben Gästen aus Düren, Schleiden, Hürtgenwald, Neuss, Mönchengladbach und Köln schauten sogar befreundete Modellbauer aus den Niederlanden vorbei, für die das Lichterspektakel eine ganz neue Erfahrung war.

Gemeinsam wurde nicht nur gefahren und gefachsimpelt, sondern auch eine breite Palette der unterschiedlichsten Modelle zur Schau gestellt. „Es ist wirklich schön, dass wir von den Vereinen so angenommen werden”, freut sich Peter Vehreschild über die gute Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch. Seit fast einem Jahr - genau genommen seit November 2008 - gibt es den Schiffsmodellclub in Stolberg nun, und nicht nur das Verhältnis zu den anderen Vereinen wurde kontinuierlich gepflegt.

„Ich bin begeistert, dass wir hier in Stolberg so gut aufgenommen worden sind, es macht einen Riesen-Spaß. Die Zusammenarbeit mit der Stadt läuft wirklich hervorragend. In dem einen Jahr, wo wir hier sind, haben wir viel erreicht. Wir haben ein eigenes Clubhaus und ein super Fahrgewässer”, zieht Vehreschild ein überaus positives Fazit.

Um die Entwicklung des jungen Vereines fortzusetzen, hat Vehreschild schon die nächsten Pläne ins Auge gefasst. Aufgrund einiger Nachfragen hat der Verein beschlossen, sich nicht ausschließlich auf Schiffsmodelle zu beschränken, sondern auch Besitzern von Modelltrucks und Modellpanzern die Tür offen zu halten. „Ich habe beim Amt für Kultur- und Tourismus nachgefragt, ob es dafür in Stolberg einen Ansprechpartner gibt, aber es gibt keinen”, nennt Vehreschild die Gründe für die Entscheidung. „Die Technik der Modelle ist ja auch im Prinzip gleich.”

Eine Fahrmöglichkeit hätten die rollenden Modelle eventuell auf den breiten Gehwegen neben oder auf denen des Spielplatzes hinter dem Bastinsweiher. „Aber da müssen wir noch mit der Stadt Rücksprache nehmen”, sagt Vehreschild.

Er und die anderen Vereinsmitglieder des MSC werden die kommenden Monate dazu nutzen, neue Modelle zu bauen oder bereits fertig gestellte Modelle zu reparieren oder technisch zu verbessern. Modelle, die beispielsweise noch auf der Frequenz von 40 Megahertz fahren, werden auf 2,4 Gigahertz umgerüstet. Im März 2010 hoffen die Mitglieder des SMC Stolberg, ihr Clubhaus an der Frankentalwiese komplett fertig gestellt zu haben. Dort sollen dann unter anderem Jugendliche unter Anleitung eigene Schiffsmodelle bauen können und so an das Hobby heran geführt werden. Es wird also viel gebaut, geschraubt und geklebt in den nächsten Monaten. Aber trotz des im wahrsten Sinne des Wortes bunten Saisonabschlusses gibt Peter Vehreschild grinsend zu: „Wir fahren natürlich weiter.”
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