Stolberger reisen trotz der Gefahr von Anschlägen

Von: Nina Junker
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Reisebüros in Stolberg verzeichnen trotz Warnungen und Terroranschlägen keinen Rückgang der Buchungszahlen. Foto: dpa

Stolberg. Es ist viel los auf der Welt. Nahezu kein Tag vergeht ohne erneute Terroranschläge. Kamen Attentate auf Zivilisten vor ein paar Jahren gefühlt nur in fernen Ländern vor, haben wir derzeit das Empfinden, dass die Gefahr immer näher rückt. Wie beeinflusst dies das Reiseverhalten der Stolberger? Wie groß ist überhaupt die Gefahr von Anschlägen in den beliebtesten Urlaubsorten?

Tatsächlich gibt das Auswärtige Amt derzeit einen weltweiten Sicherheitshinweis heraus, der vor einer weltweiten Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen spricht. Vorrangige Anschlagziele seien dabei Orte mit Symbolcharakter, zu denen beispielsweise Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insbesondere Flugzeuge, Bahnen, Schiffe), religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenversammlungen zählen.

Laut Auswärtigem Amt komme es zu Sprengstoffanschlägen, Angriffen mit Schusswaffen, Entführungen und Geiselnahmen. Doch steht es wirklich so schlimm um unseren wohl verdienten Urlaub?

Der Grad der terroristischen Bedrohung sei zwar von Land zu Land unterschiedlich, generell sei die Gefahr Opfer eines terroristischen Anschlages zu werden, im Vergleich, zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich brächten, gering. Auch der Stolberger lässt sich anscheinend von der aktuellen Lage nicht besonders beeindrucken. Nach Pia Emonds vom Reisebüro „Reise Engel“ seien keine besonderen Veränderungen des Reiseverhaltens festzustellen.

Natürlich seien die Leute aufgrund der allgemeinen politischen Lage vorsichtiger geworden, aber momentan seien keine Änderungen des Reiseverhaltens zu erkennen. Die Stolberger würden nach wie vor Reiseziele wie die Türkei buchen. Die meisten Kunden hätten zu Terroranschlägen sogar die Einstellung „das kann mir hier auch passieren“. Dennoch hält Emonds es für einen fatalen Fehler, Kunden absolute Sicherheit zu versprechen, denn diese könne nirgendwo vollständig gegeben sein.

Auch Tanja Knuppertz vom Reisebüro „Die Reiselounge“ hat ähnliche Beobachtungen gemacht. In den typischen Touristengebieten der Türkei sei, abgesehen von Istanbul, nach wie vor alles ruhig und die Buchungszahlen nach wie vor konstant, wohingegen Urlaubsreisen nach Ägypten oder Tunesien stark rückläufig wären. Bei Reisen in nordafrikanische Gebiete, die vor einiger Zeit noch als wahre Touristenmagnete in der Sonne bekannt waren, hätten die Kunden einfach „ein ungutes Gefühl“.

Und wie sieht es dieses Jahr allgemein mit der Reiselust de Stolberger aus? Generell gingen, wie das Reisebüro „Georg Braun“ in Büsbach beobachtet, die Buchungszahlen nicht zurück, teilweise könnten aber gewisse Trends, was das Reiseziel anbelangt, festgestellt werden.

Dieses Jahr seien vor allem Spanien- und Portugalreisen sehr gefragt. Reisetechnisch gesehen könnte das Jahr 2016 also trotz allem ein gutes Jahr werden, denn seine Freude am Urlaub, die lässt sich der Stolberger so schnell nicht nehmen.

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