Stolberger Radrennfahrer nimmt zum vierten Mal an der Ironman-WM teil

Von: Lukas Franzen
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Auf dem Weg nach Hawaii: Marku
Auf dem Weg nach Hawaii: Markus Ganser ist am 8. Oktober bei der Ironman-Weltmeisterschaft am Start. Harte Vorbereitungsmonate liegen hinter dem 39-Jährigen.

Stolberg. „Die Zeit vergeht wie im Flug”, schreibt Markus Ganser am 24. September auf seiner Internetseite. Fünf Tage später - während die meisten Stolberger wohl gerade erst aufstehen und ihre Zeitung am Frühstückstisch studieren - sitzt der erfolgreiche Stolberger Radsportler und Triathlet tatsächlich schon im Flieger, der ihn ans andere Ende der Welt bringen soll.

Sein Ziel: Hawaii, wo er sich nach 2007, 2008 und 2009 zum vierten Mal in seinem Leben mit den 1800 besten Triathleten der Welt messen will. Rund 24 Stunden dauert seine Anreise an den Ort, wo andere gerne ihren Traumurlaub unter Palmen verbringen und sich Cocktail schlürfend am Strand räkeln. Doch am 8. Oktober wird die pazifische Inselkette wieder zum Schauplatz der alljährlichen Ironman-Weltmeisterschaft, die für ihre Teilnehmer weniger Entspannung denn viel mehr schweißtreibende Höchstleistung bedeutet.

3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer mit dem Rad sowie 42 Kilometer Marathonlauf gilt es dann wieder bei schwülen klimatischen Bedingungen im Wettkampf gegen Zeit und Gegner zu meistern. Fahrradfahren sei dabei natürlich seine Paradedisziplin, erzählt Ganser. Das Schwimmen hingegen erfreue sich deutlich weniger Beliebtheit.

Markus Ganser ist der einzige Triathlet aus der Region, der sich in diesem Jahr für das Spektakel auf Hawaii beim „Ironman Frankfurt” qualifizieren konnte. Harte Wochen und Monate intensiver Vorbereitung liegen hinter dem 39-Jährigen, die er auf seinem Internetblog (http://www.radsportganser.de/blog) dokumentiert hat. „Zehn Tage Hawaii ist natürlich nicht unbedingt unangenehm”, scherzt Ganser bei der Frage, ob bei allen sportlichen Strapazen denn auch ein wenig Urlaub drin sei. Doch Ganser verneint.

Denn auf Hawaii angekommen, gilt es sich zunächst an Klima und Zeitumstellung zu gewöhnen sowie alle Formalitäten vor dem Wettkampf abzuarbeiten.

„Profis, die um den Sieg beim Ironman kämpfen, reisen bereits drei bis vier Wochen vorher an, um sich optimal vorzubereiten”, erzählt er. Diese legen die gesamte Strecke in rund 8,5 Stunden zurück, während er sich 9 bis 9,5 Stunden zum Ziel gesetzt hat.Und was motiviert einen Sportler, sich Jahr für Jahr bei einem der schwierigsten Ausdauerwettkämpfe der Welt derart zu quälen? „Nach dem ersten Mal habe ich mir auch nicht vorgestellt, dass ich da noch mal hinfliege”, gesteht Ganser, der durch ein Plakat bei einem Radrennen eher zufällig zum Triathlon fand.

Dass er nun bereits zum vierten Mal nach Hawaii reist, erklärt Ganser neben dem persönlichen Ehrgeiz auch mit einem „tollen Miteinander” während der Wettkämpfe. „Jeder ist hier für sich selbst verantwortlich. Die Leistungen der anderen werden akzeptiert, und es gibt keine wirklichen Rivalitäten untereinander.”

Mit seinen 39 Jahren zählt er dabei auch noch keineswegs zum „alten Eisen”. Die Weltbesten „Ironmen” seien alle um die 35, berichtet er, und die meisten Teilnehmer sogar zwischen 40 und 44 Jahren. Wie lange er diesen Hochleistungssport noch betreiben möchte, lässt Markus Ganser derweil aber noch offen: „Ich bleibe Sportler, solange die Gesundheit noch mitspielt.”
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