Stolberger Musiksommer: Zwei Künstler singen für den guten Zweck

Von: Marie-Luise Otten
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Das Ehepaar Angelika und Urban Frentz macht gerne auf das Benefiz-Konzert aufmerksam, bei dem die beiden Musiker für den guten Zweck singen werden. Foto: M.L. Otten

Stolberg. Die Idee, den Stolberger Musiksommer mit einem Benefizkonzert einzuläuten und den Erlös einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen, wurde von Hartmut Kleis und seinem Sohn Jörg geboren. 2007 fand diese Wohltätigkeitsveranstaltung unter dem Titel „Stolberger musizieren für Stolberger“ zum ersten Mal statt.

Es ist erstaunlich, wie viele engagierte Hobby- und Profimusiker die Familie Kleis auch nach knapp zehn Jahren immer noch in Stolberg findet, die gerne mitwirken. Wie das Ehepaar Angelika und Urban Frentz auf das Konzert aufmerksam wurde, warum sie ihre Bereitschaft zeigen, ohne Gage mitzumachen, und was sie an dem Abend singen werden, haben sie im Interview erzählt.

Wie finden Sie die Idee des Stolberger Musiksommers, die Saison mit einem Benefizkonzert „Stolberger musizieren für Stolberger“ einzuläuten?

Frentz: Wir finden diese Idee natürlich wunderbar. Und dass das Programm so abwechslungsreich ist und verschiedene Musikrichtungen beinhaltet, ist nicht für uns, sondern auch für die Zuhörer gleichermaßen interessant.

Wie wurden Sie auf die Konzertreihe aufmerksam?

Frentz: Wir haben viel über diese Konzertreihe in der Tageszeitung gelesen und in den vergangenen Jahren schon mehrere Konzerte des Stolberger Musiksommers besucht.

Wie haben Sie reagiert, als Sie die Nachricht erreichte, beim Benefizkonzert mitzumachen?

Frentz: Wir haben uns sehr gefreut und sind stolz, dass wir in diesem Jahr mitwirken dürfen.

Was ist für Sie das Faszinierende an der Reihe?

Frentz: Wir finden es gut, dass für jede Generation und jeden Geschmack etwas dabei ist. Auch sind wir immer ganz erstaunt, wie viel Leute in Stolberg Musik machen.

Wie lange singen Sie schon? Wo haben Sie das Singen gelernt? Wer waren Ihre Lehrer?

Frentz: Wir singen beide seit unserer Kindheit, zuerst im Schulchor, später dann im Kirchenchor und Studentenchor. Parallel dazu haben wir Gesangunterricht bei Rolf Schmitz-Malburg, Dieter Müller und Birgit Rossaint genommen.

Welche Voraussetzungen braucht man zum Singen?

Frentz: Auf jeden Fall große Freude an der Musik, ein wenig Talent und Leidenschaft.

Hilft das Singen der Stimmentwicklung?

Frentz: Ja, auf jeden Fall. Die Stimmkraft lässt sich trainieren. Dazu gehören eine aufrechte Haltung und die richtige Atmung.

Macht Singen wirklich glücklich?

Frentz: Ja, ganz eindeutig, Singen macht glücklich. Es entspannt und macht schon irgendwie fröhlich.

Kommt man durch das Singen mit dem Leben besser klar als jemand, der nicht singt?

Frentz: Das können wir nicht beurteilen, da wir ja beide singen.

Hilft Singen gegen Demenz oder andere Krankheiten?

Frentz: Ja, das glauben wir schon. Beim Singen ist man schon körperlich und geistig gefordert, das hält fit.

Wo singen Sie sonst noch?

Frentz: Wir arbeiten in verschiedenen Projektchören mit wie zum Beispiel der städtische Chor Alsdorf oder der St. Ludger Projektchor Düsseldorf. Außerdem gestalten wir Messen, Hochzeiten, Trauerfeiern, Geburtstage und vieles mehr.

Welche Gründe gibt es, das Singen für sich zu entdecken und zu entfalten?

Frentz: Singen kann beruhigen und trösten, fördert die Kreativität, Spontanität und auch das Selbstbewusstsein. Miteinander Singen ist Nähe und Kommunikation. Man macht zusammen etwas Schönes. Der eigentliche Grund für uns ist aber, sich selber und auch anderen Menschen eine Freude zu machen.

Welche Empfehlungen geben Sie jungen Menschen, die anfangen zu singen und es dann schnell wieder lassen?

Frentz: Wenn es Ihnen auch nur ein wenig Spaß gemacht hat, empfehlen wir auf jeden Fall durchzuhalten. Man lernt so viel durch das Singen. Und wenn man eines Tages mal bei einem bestimmten Projekt, zum Beispiel in einem Schulchor mitgesungen hat, und erlebt hat, wie gut das gemeinsame Singen getan hat, ist man stolz darauf und macht dann meist auch weiter.

War es für Sie wichtig, einen Partner zu finden, der das Hobby mit Ihnen teilt?

Frentz: Es ist natürlich schön, wenn der Partner das gleiche Hobby hat. Das schmiedet zusammen. Aber als eine Grundvoraussetzung für eine Partnerschaft sehen wir dies nicht.

Auf was dürfen sich die Besucher des Benefizkonzertes freuen? Was singen Sie?

Frentz: Wir haben einige alte Ohrwürmer vorbereitet: Darunter ist das durch Sänger Willy Schneider bekannt gewordene Lied „Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein“ für Bariton, das Lied der Christel „Das gibt’s nur einmal“ aus dem Musikfilm „Der Kongress tanzt“ und das Duett „Weißt du es noch“ aus der Cscárdásfürstin von Emmerich Kálmán.

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